Lexikon

Ovd

Publius Ovidius Naso, römischer Dichter, * 43 v. Chr. Sulmo (heute Sulmona),  17 oder 18 n. Chr. Tomis (heute Konstanza, Rumänien); gehörte dem italischen Landadel an; begann mit erotischen Dichtungen („Amores“, Liebeselegien; „Heroides“, Liebesbriefe von Frauen der griechischen Sage; „Ars amatoria“, Lehrbuch der Liebe), fand in seinen römischen Reifejahren zur Sagendichtung („Metamorphosen“, etwa 250 Verwandlungssagen von der Weltschöpfung bis zu Cäsars Verwandlung in einen Stern; „Fasti“, Festkalender mit Gründungssagen, nur sechs von zwölf geplanten Büchern vollendet) und verfasste während seiner zehnjährigen Verbannung, deren Gründe ungeklärt sind, bis zu seinem Tod Elegien („Tristia“, Klagelieder; „Epistulae ex Ponto“, Briefe vom Schwarzen Meer), ein Schmähgedicht auf einen anonym bleibenden Gegner in Rom („Ibis“), die Tragödie „Medea“ (verschollen), „De medicamine faciei feminae“ (Lehrgedicht über Gesichtspflege, nur der Anfang ist erhalten) sowie „Phaenomena“, ein fragmentarisches Gedicht über Himmelserscheinungen.
Mond, Wasser, Mondwasser
Wissenschaft

Lunare Wasserstellen

In ewig dunklen Kratern an den Mondpolen überdauerte Wassereis bereits Milliarden von Jahren. Wasser-Moleküle finden sich aber auch im Gestein unter hellem Sonnenlicht. von THORSTEN DAMBECK Der Mond ist knochentrocken – so lautete nach den Apollo-Missionen jahrzehntelang das Mantra der Experten. Sie stützten sich auf chemische...

Drossel
Wissenschaft

Tierischer Transport

Zoochorie, die Verbreitung von Samen durch Tiere, formt Ökosysteme und fördert Biodiversität. Ihre Erforschung bringt stetig neue, verblüffende Zusammenhänge ans Licht. von KURT DE SWAAF Wer kennt sie nicht? Die Pflanze mit großen Blättern, an der Kügelchen wachsen, die immer überall hängen bleiben. Ihre erstaunliche...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon