Lexikon
mittellateinische Literatur
das christliche, von Geistlichen für die Bedürfnisse der Kirche, der Klöster oder der Fürstenerziehung geschaffene Schrifttum des europäischen Mittelalters in lateinischer Sprache in Vers und Prosa. Es umfasst Werke aller theologischen Disziplinen, der Geschichtswissenschaft und viele enzyklopädische Werke. Neben der wissenschaftlichen Literatur steht die Dichtung, die besonders biblische Stoffe (Hauptwerk: das Ostergedicht „Paschale Carmen“ des Römers Sedulius) und Heiligenleben darstellte, aber auch Lehrstoff verbreitete (besonders im hohen und ausgehenden Mittelalter), Fabeln in Versen erzählte und Zeiterscheinungen satirisch geißelte.
Neben der Geschichtsprosa läuft eine reiche Kette von Geschichtsepen nach Vergils Muster (z. B. Ekkehard I., Waltharilied; Hrotsvith von Gandersheim, „Gesta Oddonis“), von gedichteten Grammatiken (Alexander de Villa Dei, „Doctrinale“) u. Ä. Lehrwerken. Reich entfaltete sich in kirchlichen Hymnen (Ambrosius von Mailand) und in an Ovid geschulten weltlichen Liedern die Lyrik (Sammlung: Carmina Burana); auch Roman und Novelle wurden von geistlichen Dichtern gepflegt (Gervasius von Tilbury).
Wissenschaft
Familienplanung
Dass Jungtiere beste Bedingungen vorfinden, wenn sie geboren werden, ist überlebenswichtig. Um dies zu gewährleisten, müssen ihre Eltern zur rechten Zeit zusammenfinden. Von Elena Bernard Wenn im Frühling die Tage länger werden, die Temperaturen steigen und die Bäume frische grüne Blätter bekommen, beginnt die Zeit der Tierkinder...
Wissenschaft
Die Segel gehisst
Besiedlungsspuren lassen frühe Reisen übers Meer vermuten. Bis ins 10. Jahrhundert n.Chr. gab es keine nennenswerten technischen Navigationshilfen. Von ROLF HEßBRÜGGE Von den ersten Seefahrern ist uns nichts geblieben, keine Abbildungen, keine Schiffsfragmente, keine sonstigen Hinterlassenschaften. Umso spannender waren Meldungen...