Lexikon

Pluralsmus

Politik
die Form eines politischen Gemeinwesens, das in seinem Staats- und Sozialgefüge ein Höchstmaß autonomer Gestaltungsmöglichkeiten gewährleistet, dadurch, dass alle Werte und Ideen toleriert werden, soweit sie den Pluralismus als solchen nicht gefährden, und alle individuellen und korporativen Grundrechte (Religionsfreiheit, Pressefreiheit, Koalitionsrecht, Versammlungsfreiheit, Petitionsrecht u. a.) als Grundlage eigenständiger Willensbildung und Entscheidungsbefugnis garantiert und tatsächlich respektiert werden. Im pluralistischen Gemeinwesen ist der Staat in seiner Macht begrenzt (Gewaltenteilung) und zur Beachtung und Sicherung der sozialen Realität autonomer Gruppenwillen (Kirchen, Gewerkschaften, Parteien u. a.) verpflichtet. Grundprinzip ist das Recht auf Opposition. Man unterscheidet den gruppengeschlossenen Pluralismus (Ständestaat), in dem keine Individual-, sondern lediglich Korporationsrechte bestehen, vom gruppenoffenen Pluralismus, in dem der Einzelbürger seine Gruppenzugehörigkeit prinzipiell frei wählen kann.
sciencebusters_02.jpg
Wissenschaft

Lunarer Begleitservice

Wie viele Monde hat die Erde? Einen! Und zwar: den Mond. Danke fürs Lesen, das warʼs für dieses Mal. Wir sind ein wenig im Stress und mehr Zeit war diesen Monat nicht für die Kolumne.  Nein, keine Sorge: Wir haben uns selbstverständlich die Zeit genommen, um wie gewohnt Wissenschaft zu präsentieren. Und die eingangs gestellte...

Atomkern
Wissenschaft

Kern mit Proton-Halo

Neue Messungen an einem exotischen Aluminium-Isotop deuten auf eine ungewöhnliche Struktur hin: Dort gibt es ein nur schwach gebundenes äußeres Proton. von DIRK EIDEMÜLLER Normalerweise stellt man sich Atomkerne als extrem dichte Zusammenballung von Protonen und Neutronen vor, die durch die starke Kernkraft zusammengehalten...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch