Lexikon
Rheinisch-Westfälisches Industriegebiet
größtes Industriegebiet und größter Ballungsraum Deutschlands; umfasst westlich des Rhein das Niederrhein-, Aachener und Kölner Gebiet, östlich des Rhein das Ruhrgebiet, das Bergische und Märkische Land zwischen Köln, Wupper, Lenne, Ruhr im Süden, Wulfen, Haltern, Ahlen (nördlich der Lippe) im Norden; Kernzone ist das Ruhrgebiet; Stein- und Braunkohlenbergbau, Mineralölverarbeitung, Metall-, Kalk- und Zement-, Textil-, Elektroindustrie, chemische u. a. Industrie. Die Industriezweige waren in den einzelnen Teilräumen schwerpunktmäßig gegliedert, doch haben Strukturkrisen in der Textilindustrie (vor allem am Niederrhein) und in der Schwerindustrie (vor allem im Ruhrgebiet) zur Diversifizierung der Industriebranchen beigetragen. Heute bildet auch im Rheinisch-Westfälischen Industriegebiet der Dienstleistungssektor den wichtigsten Wirtschaftsfaktor. Mit dem Duisburger Hafen (größter Binnenhafen der Welt), den internationalen Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf, mehreren ICE-Bahnhöfen und dem äußerst dichten Autobahnnetz gehört das Rheinisch-Westfälische Industriegebiet zu den bedeutendsten Verkehrsknotenpunkten Europas.
Wissenschaft
Gewalt kann Erbgut über Generationen hinweg verändern
Stress hat folgenreiche Konsequenzen für unsere Gesundheit und kann uns körperlich und seelisch krank machen. Forschende haben nun untersucht, ob die durch Gewalterfahrungen ausgelöste Stressfolgen auch über das Erbgut an nachfolgende Generationen vererbt werden. Dafür analysierte das Team die epigenetischen Anhänge an der DNA...
Wissenschaft
Kern mit Proton-Halo
Neue Messungen an einem exotischen Aluminium-Isotop deuten auf eine ungewöhnliche Struktur hin: Dort gibt es ein nur schwach gebundenes äußeres Proton. von DIRK EIDEMÜLLER Normalerweise stellt man sich Atomkerne als extrem dichte Zusammenballung von Protonen und Neutronen vor, die durch die starke Kernkraft zusammengehalten...