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LEXIKON

Rheinisch-Westfälisches Industriegebiet

größtes Industriegebiet und größter Ballungsraum Deutschlands; umfasst westlich des Rhein das Niederrhein-, Aachener und Kölner Gebiet, östlich des Rhein das Ruhrgebiet, das Bergische und Märkische Land zwischen Köln, Wupper, Lenne, Ruhr im Süden, Wulfen, Haltern, Ahlen (nördlich der Lippe) im Norden; Kernzone ist das Ruhrgebiet; Stein- und Braunkohlenbergbau, Mineralölverarbeitung, Metall-, Kalk- und Zement-, Textil-, Elektroindustrie, chemische u. a. Industrie. Die Industriezweige waren in den einzelnen Teilräumen schwerpunktmäßig gegliedert, doch haben Strukturkrisen in der Textilindustrie (vor allem am Niederrhein) und in der Schwerindustrie (vor allem im Ruhrgebiet) zur Diversifizierung der Industriebranchen beigetragen. Heute bildet auch im Rheinisch-Westfälischen Industriegebiet der Dienstleistungssektor den wichtigsten Wirtschaftsfaktor. Mit dem Duisburger Hafen (größter Binnenhafen der Welt), den internationalen Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf, mehreren ICE-Bahnhöfen und dem äußerst dichten Autobahnnetz gehört das Rheinisch-Westfälische Industriegebiet zu den bedeutendsten Verkehrsknotenpunkten Europas.
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