Lexikon
Rügen
größte deutsche Insel, in der Ostsee, durch den Strelasund von Vorpommern getrennt, 926 km2; gehört zum Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern; Hauptstadt Bergen auf Rügen; besteht aus dem fast ebenen Kernland Süd- und Westrügens und dem Hügelgebiet Nord- und Ostrügens; höchster Punkt ist mit 161 m der Piekberg (Jasmund); im Norden die Halbinsel Wittow mit Kap Arkona, im Osten Jasmund mit Kreidesteilküste (Stubbenkammer) und Mönchgut; Landwirtschaft und Fischfang, Kreidekalkabbau, Badebetrieb (Sassnitz, Sellin, Binz, Putbus u. a.). Der 2,5 km lange Rügendamm zwischen Stralsund und Altefähr verbindet seit 1936 die Insel mit dem Festland; die neue 4,1 km lange, parallel verlaufende Rügenbrücke wurde 2007 für den Verkehr frei gegeben; eine Eisenbahnfähre führt von Sassnitz nach Trelleborg (Schweden).
Geschichte
Die nach dem Abzug der Germanen von Slawen bewohnte Insel wurde 1168 durch Dänen erobert und missioniert. 1648 fiel sie im Westfälischen Frieden an Schweden. Im Frieden von Kiel 1814 trat Schweden Vorpommern und Rügen an Dänemark ab; 1815 kamen diese Gebiete an Preußen. Seit 1945 gehörte Rügen zu Mecklenburg, 1952–1990 zum Bezirk Rostock, seit 1990 wieder zum Land Mecklenburg-Vorpommern.
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