Lexikon
rumänische Musik
die Volksmusik Rumäniens wurde lange Zeit nur mündlich überliefert; schriftliche Aufzeichnungen existieren ab dem 15. Jahrhundert. Die traditionelle Musik ist vielfach von Einflüssen der Nachbarvölker (u. a. Bulgaren, Türken, Griechen oder Roma) geprägt und wird in ihrer instrumentalen Form überwiegend von Männern gespielt; Frauen übernehmen Begleitinstrumente und den Gesang. Typisch ist die Doina, ein frei improvisiertes, getragenes Lied, auf das ein heiterer, tänzerischer Teil folgt. Durch die Sammeltätigkeit B. Bartóks wurde die traditionelle rumänische Musik über ihre Grenzen bekannt. Seit dem 19. Jahrhundert gab es eine starke westeuropäische Orientierung (besonders nach Frankreich und Deutschland); es entstand eine nationalrumänische Kunstmusik (G. Stephanescu, D. G. Kiriac u. a.). Im 20. Jahrhundert verließen viele Musiker das Land (G. Enescu,, S. Celibidache); sie und auch die jüngere Musikergeneration (V. Dinescu, D. Rotaru, D. Dediu) unterstreichen vor allem die kosmopolitische Ausrichtung der rumänischen Musik.
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