Lexikon

Tẹnnis

[
das; französisch, englisch
]
Davispokal (1932)
Davispokal: Doppel 1932
Das französische Tennisteam verliert mit Henri Cochet und Jacques Brugnon (links) das Doppel beim Davispokal 1932 gegen Wilmer Allison und John Van Ryn (USA).
ein Rückschlagspiel, das auf Rasen- und Hartplätzen (Schlackenunterbau mit Ziegelmehloberfläche) sowie in Hallen (Beton mit Kunststoffbeschichtung, Teppich- oder Granulatböden), seltener auch auf Asphaltplätzen gespielt wird.
Tennis: Spielfeld
Tennis: Spielfeld
Aufbau und Maße des Spielfelds
Beim Tennis kommt es darauf an, einen mit Stoff bezogenen Gummiball (Durchmesser 6,35–6,67 cm, 56,7–58,4 g schwer) mit dem Schläger (englisch Racket) über ein Netz in die gegnerische Spielhälfte zu schlagen, so dass der Gegner ihn nicht zurückspielen kann. Das Spielfeld, ein Rechteck von 23,77 m Länge und 8,23 m Breite, ist in der Mitte durch ein 0,91 m hohes Netz geteilt; es wird bei Doppelspiel durch Einbeziehung zweier „Galerien“ an den Seiten auf 10,97 m verbreitert. Gespielt wird entweder zwischen 2 Spielern (Einzel) oder zwischen 2 Paaren (Doppel). Bei wichtigen Turnieren wird über drei (Herren) bzw. zwei (Damen) Gewinnsätze gespielt. Kann ein Spieler einen Satz nicht nach sechs bzw. sieben Spielen mit zwei Spielen Vorsprung für sich entscheiden, wird der Sieger über den Tiebreak ermittelt.
Seit 1892 werden die Internationalen deutschen Tennismeisterschaften ausgetragen; die bedeutendsten Turniere der Welt sind die internationalen Meisterschaften von Australien (Australian Open), Frankreich (French Open), England (Wimbledon) und der USA (US Open). Mannschaftswettbewerbe für Länderteams sind der Davispokal für Herren und der Federations-Cup (seit 1963) für Damen sowie als Hallenwettbewerb der Königspokal. 1896–1924 war bzw. seit 1988 ist Tennis auch olympische Disziplin.
Becker, Boris
Boris Becker
Tennis hat sich aus schon in ältester Zeit betriebenen Ballspielen entwickelt: Ein dem Tennis ähnliches Spiel, Tennes oder Tenneys, wird um 1400 in England erwähnt, in Frankreich gab es ein entsprechendes Spiel (Jeu de Paume), das auch in eigens dafür erbauten Ballhäusern (dort Court Paume genannt) gepflegt wurde. Aus diesen Spielen entwickelte der englische Major W. Wingfield um 1873 das Lawntennis (auf Rasen).
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