Lexikon
Wein
Geschichte
Die Weinrebe ist eine der ältesten Kulturpflanzen. Die Ursprünge des Weinbaus sind jedoch ungewiss. Früheste Zeugnisse von Wein fanden sich aus dem 6. Jahrtausend v. Chr. in Form von Krügen, die Spuren von Weinstein, Weinsäure und roter Farbe aufwiesen, im Iran. Über Euphrat und Tigris gelangte er nach Mesopotamien und bis an den Nil nach Ägypten, wo sich Weinkrüge aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. als Grabbeigaben fanden. Die Pyramiden enthalten zahlreiche Darstellungen des Weinbaus. Von dort kam der Wein wohl im 2. Jahrtausend in den Mittelmeerraum nach Griechenland und wurde von dort weiterverbreitet nach Italien, Spanien und Südfrankreich. Mit den Römern gelangte der Weinbau wohl im 2. Jahrhundert nach Burgund und ins Elsass sowie in deutsche Gebiete an Mosel und Rhein. Im Mittelalter wurde der Weinbau in den ehemals römischen Gebieten von den Mönchsorden gepflegt und weitergetragen bis an die Ostsee und im Osten bis nach Brandenburg und Schlesien. Die Konkurrenz mit südländischen Weinen ließ den Weinbau auf von Natur aus besonders geeignete Standorte zurückgehen. Solche sind vor allem die vom Bodensee nordwärts im Rhein-, Neckar-, Main- und Moseltal (als Moselweine gelten auch die Saar- und Ruwerweine) liegenden Gebiete neben kleineren an der Saale und Unstrut in Sachsen-Anhalt und an der Elbe in Sachsen (Meißen, Radebeul). Im Zuge der Kolonisation gelangte der Weinbau dann nach Afrika und Amerika, später auch nach Australien. – Die größten Weinerzeugerländer sind Frankreich, Italien, Spanien, USA, Australien, Argentinien, China, Südafrika, Deutschland, Portugal und Chile.
- Einleitung
- Weinbau
- Weinlese
- Weinherstellung
- Geschichte
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