Lexikon
Zeugin der Anklage
- Deutscher Titel: Zeugin der Anklage
- Original-Titel: WITNESS FOR THE PROSECUTION
- Land: USA
- Jahr: 1957
- Regie: Billy Wilder
- Drehbuch: Billy Wilder, Harry Kurnitz, nach einem Bühnenstück von Agatha Christie
- Kamera: Russell Harlan
- Schauspieler: Charles Laughton, Marlene Dietrich, Tyrone Power
Oft wird behauptet, dass Billy Wilders Thriller »Zeugin der Anklage« einer der besten Hitchcocks sei – nur dass er von Wilder ist. Tatsächlich spielt Wilder so virtuos mit dem Zuschauer Versteck um die Lösung des Mörderrätsels, dass der Vergleich mit Hitchcock stimmig ist.
Nach dem Bühnenstück von Agatha Christie spielt Wilder eine raffinierte Mördersuche durch: Staranwalt Wilfried Robarts (Charles Laughton) verteidigt den sympathischen Leonard Vole (Tyrone Power), der des Witwenmordes angeklagt ist. Vole hat kein Motiv und kein Alibi, doch Sir Wilfried glaubt an seine Unschuld, auch wenn Mrs. Vole (Marlene Dietrich), eine beängstigend kalte Frau, nichts dazu beiträgt, ihren Mann zu entlasten. Vielmehr ist sie Zeugin der Anklage, die ihrem Mann nur schadet. Sir Wilfried ist sicher, dass Mrs. Vole ein Geheimnis verbirgt. Auf einen anonymen Anruf hin trifft sich Sir Wilfried mit einer Frau, die ihm Hinweise gibt, wie er die Zeugin der Anklage im Kreuzverhör befragen soll. Tatsächlich bricht Mrs. Vole im Verhör des Verteidigers zusammen: Sie wird der Lüge überführt und ist nun selbst dringend mordverdächtig. Vole wird freigesprochen. Und Sir Wilfried wird klar, dass die unbekannte Frau die verkleidete Mrs. Vole war – sie hatte alles geplant, um ihren über alles geliebten Mann vor der Strafe für seinen Mord zu schützen. Doch als Mrs. Vole nach scheinbar geglücktem Plan erfährt, dass ihr Mann die ganze Zeit über ein Verhältnis hatte, erschießt sie ihn – Sir Wilfried hat einen neuen Fall…
Die Rolle der Christine Vole ist Marlene Dietrichs letzter großer Auftritt im Film vor ihrem Abschied von der Leinwand. Noch einmal bringt sie ihre einzigartige Ausstrahlung zur Geltung, die sie berühmt gemach hat: Die unnahbar Schöne, die die Männer ins Verderben zu ziehen droht.
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