Lexikon
Zigarẹtte
[
die; indianisch, spanisch, französisch
]fein geschnittener Tabak in einer stabförmigen Papierumhüllung; oft mit Filter versehen, der einen Teil des Nicotins und der Teerbestandteile des Rauchs absorbiert. Verwendet werden Rohtabaksorten (z. B. Virginia, Burley, Orient), die meist hell trocknen und entsprechend behandelt werden (soßieren). Dunkelbraune Tabaksorten dienen der Herstellung schwarzer Zigaretten.
Geschichte
Die Zigarette ist in ihrer Urform im zentralamerikanischen Raum entstanden (in Maisblatt gehüllter Tabak) und wurde auch gewerbsmäßig zuerst in Zentralamerika hergestellt. Von dort kam sie über Spanien nach Nordafrika, die Levante und Russland und verbreitete sich über Süd- und Westeuropa. Mitte des 19. Jahrhunderts war sie schon in Italien, Frankreich, England und Österreich gut bekannt, erst später fand sie Eingang in Deutschland. Nach dem Krimkrieg (1835–1856) nahm der Zigarettenkonsum besonders in England und Frankreich zu, als die englischen und französischen Soldaten nach der Rückkehr dem Zigarettenrauchen eine modische Note gaben. Pariser und Londoner Handelshäuser importierten Zigaretten aus Russland und der Türkei. Die ersten in Europa gewerblich produzierten Zigaretten wurden 1843 in Frankreich in der staatlichen Manufacture Française des Tabacs mit der Hand gemacht. Im Jahre 1862 begann J. Hoffmann (Huppmann), Inhaber der Petersburger Firma Laferme, mit der Zigarettenherstellung in Dresden.
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