Lexikon
Viktọria
VictoriaKönigin von Großbritannien und Irland 1837–1901, Kaiserin von Indien 1876–1901, * 24. 5. 1819 London, † 22. 1. 1901 Osborne; Mutter der deutschen Kaiserin Viktoria. Viktoria folgte ihrem Onkel Wilhelm IV. auf den britischen Thron. 1840 heiratete sie Prinz Albert von Sachsen-Coburg-Gotha, der sie politisch beriet und ihren Herrschaftsstil prägte. Die Krone wurde dabei zu einer parteipolitisch neutralen Institution, die wegen der parteipolitischen Zersplitterung im Parlament einigen Einfluss auf die Regierungsbildung nehmen konnte. Dieser Einfluss reduzierte sich erst nach dem Reform Act 1867, der die Parteienstruktur in Großbritannien festigte.
Durch ihre Ehe, aus der neun Kinder hervorgingen, und persönliche Lebensführung verankerte Viktoria die durch ihre Vorgänger in Misskredit gebrachte Monarchie wieder fest im Volk. Nach dem Tode Alberts (1861) zeigte sie sich nur noch selten in der Öffentlichkeit, ließ sich aber von ihren Ministern genau informieren. Viktoria handhabte die Institution der konstitutionellen Monarchie sehr eigenwillig und selbstbewusst, stand reserviert zu den Premierministern Palmerston und Gladstone, dagegen freundlich zu Disraeli, der ihre Erhebung zur Kaiserin von Indien veranlasste. Ihren Sohn Eduard (VII.) hielt sie lange von politischer Verantwortung fern.
Die Regierungszeit Viktorias, die längste in der britischen Monarchie überhaupt, bezeichnet man als Viktorianisches Zeitalter.
Wissenschaft
Welche Teenager-Freundschaften wichtig sind
Zwischenmenschliche Beziehungen haben einen wichtigen Einfluss auf unsere geistige und körperliche Gesundheit. Eine Studie zeigt nun, dass das Gefühl, sozial akzeptiert zu sein, gerade für junge Teenager besonders wichtig ist. Es beeinflusst, wie zufrieden und gesund sie als junge Erwachsene sind. Bei älteren Teenagern ist...
Wissenschaft
Die Krux mit der Anwendung
Apply or die!“, lautet eine Floskel, die auf eine eher ungeliebte Entwicklung im Forschungsbetrieb abzielt – „Wende an oder stirb!“ Sarkastisch steht sie für den zunehmenden Druck, dass die Wissenschaft möglichst Ergebnisse produzieren solle, die unmittelbar in konkrete Anwendungen münden können. Klar, das ist kein schlechtes...