Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
geil:
Im Mittel– wie Althochdeutschen heißtsoviel wie „übermütig“, „lustig“, „üppig“, „fett“, „fröhlich“, „von wilder Kraft“. Es geht zurück auf das gotische Wort„erfreuen“. Verwendet wurde es beispielsweise im Sinn von „fett“ (beim Fleisch der Tiere) oder „fruchtbar“ (bei Ackerböden) sowie „ausgelassen“, „fröhlich“ (Stimmungslage) oder „Überfluss an etwas haben“.
Im Lauf der Jahrhunderte hat sich ein Bedeutungswandel vollzogen, bei dem das ursprünglich neutrale Wort ausschließlich im Sinn von „lüstern“ verwendet wurde. In dieser spätestens seit etwa 1800 vorherrschenden Bedeutung ist es erst seit dem 15. Jahrhundert belegt. Im heutigen Sprachgebrauch, vor allem Jugendlicher, istwiederum zu einem Allerweltswort geworden, das so viel wie „toll“, „prima“, „klasse“, „sehr gut“, „aufregend“, also uneingeschränkte Zustimmung bedeutet. Die Jugendsprache knüpft damit etwa seit den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts wieder an den ursprünglichen Wortsinn an, der seit dem 17. Jahrhundert selten geworden war. Jugendsprachlich kann– nebenhier wahrscheinlich das meistverwendete Wort – alles sein von Musik über eine Party, einen Film bis hin zur Skiabfahrt. In gewisser Weise erlebt das Wortdamit einen Bedeutungswandel rückwärts.
Im Lauf der Jahrhunderte hat sich ein Bedeutungswandel vollzogen, bei dem das ursprünglich neutrale Wort ausschließlich im Sinn von „lüstern“ verwendet wurde. In dieser spätestens seit etwa 1800 vorherrschenden Bedeutung ist es erst seit dem 15. Jahrhundert belegt. Im heutigen Sprachgebrauch, vor allem Jugendlicher, istwiederum zu einem Allerweltswort geworden, das so viel wie „toll“, „prima“, „klasse“, „sehr gut“, „aufregend“, also uneingeschränkte Zustimmung bedeutet. Die Jugendsprache knüpft damit etwa seit den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts wieder an den ursprünglichen Wortsinn an, der seit dem 17. Jahrhundert selten geworden war. Jugendsprachlich kann– nebenhier wahrscheinlich das meistverwendete Wort – alles sein von Musik über eine Party, einen Film bis hin zur Skiabfahrt. In gewisser Weise erlebt das Wortdamit einen Bedeutungswandel rückwärts.
Wissenschaft
Die Tricks der fleischfressenden Pflanzen
Pflanzliche Karnivoren haben raffinierte Methoden entwickelt, um Insekten anzulocken und zu verdauen – eine gute Überlebensstrategie auf nährstoffarmen Böden. von CHRISTIAN JUNG Biete Schlafplatz, suche Kot! – so lockt die fleischfressende Pflanze Nepenthes hemsleyana Wollfledermäuse in ihre Kannen. Und die hinterlassen dort...
Wissenschaft
Bernsteinfunde geben Einblick in die Lebenswelt Gondwanas
In Bernstein eingeschlossene Insekten und Pflanzenteile öffnen ein Fenster in vergangene Zeiten. Die meisten dieser Einschlüsse stammen allerdings von der Nordhalbkugel. Nun haben Forschende auch in Ecuador große Bernsteinvorkommen mit zahlreichen Einschlüssen entdeckt. Erhalten sind verschiedene Insekten sowie Spinnweben. Die...