Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Hacker:
Der aus dem Englischen übernommene Begriff (das Verb
hack
heißt „hacken“) kommt ursprünglich aus dem Sport, wo er einen rücksichtslosen Spieler bezeichnet. Heute dominiert die Verwendung in der Computersprache. Ein
Hacker
ist jemand, der sich unerlaubt in ein fremdes Rechnersystem einschaltet. Im Deutschen schwingt bei dem Wort die negative Konnotation von böser Absicht, Zerstörungslust oder krimineller Energie mit.
Das Phänomen wurde, mit diesem Ausdruck belegt, zum ersten Mal 1984 in dem Buch „Hackers“ von Stephen Levy beschrieben. Ausgangspunkt war das „Massachussetts Institute of Technology“ (MIT). Dort entstand der Begriff
hack
für einen technischen Kniff, wobei es ursprünglich um das komplexe Steuerungssystem für die dort vom „Tech Model Railroad Club“ betriebene riesige Eisenbahnanlage ging. Es ging also zunächst um
Spiele–Hacker
, die alle technischen Möglichkeiten des Computers ausreizen wollten. Das mag der Grund dafür sein, dass
Hacker
im Englischen nicht so negativ besetzt ist wie im Deutschen. Im Englischen hat in diesem Zusammenhang vielmehr
cracker
die klar negative Bedeutung.
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