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Wie nutzen und profitieren Unternehmen von KI?

Bereits vor mehr als 10 Jahren war Hollywood dem Thema „Künstliche Intelligenz“ verfallen. Filme wie „I, Robot“ mit Will Smith oder „A.I. Artificial Intelligence“ mit Haley Joel Osment wurden damals als futuristisch bezeichnet. Die heutige Welt ist allerdings gar nicht mehr so weit von diesen fein gezeichneten Szenarien der Hollywood-Branche entfernt. In der weltweiten Technologieindustrie hat sich Künstliche Intelligenz als ein zentraler Trend in den letzten Jahren bereits durchgesetzt und etabliert. Kein Wunder, denn sie ist in der Lage, sowohl interne als auch externe Unternehmensprozesse in verschiedenen Branchen nachhaltig zu verbessern und umzuformen. Ob und wie dies bereits von Unternehmen genutzt wird und wie sie davon profitieren, darüber klärt dieser Beitrag auf.

Menschliche Hand überträgt den göttlichen Funken auf Roboterhand
Die KI verdankt ihren heutigen Stand keinem „göttlichen Funken“, sondern unermüdlicher Entwicklungsarbeit.

Wo und wie stark werden KIs inzwischen im Unternehmensalltag genutzt?

KI ist die Abkürzung für Künstliche Intelligenz. Im Englischen lautet das Kürzel AI, was ausgeschrieben Artificial Intelligence heißt. Beide Begriffe sind heute sehr gängig und so gut wie jedem bekannt. KIs sind in aller Munde und ihr Anwendungsspektrum ist sehr vielseitig. Besonderer Bedarf besteht bei folgenden Anwendungen:

  • Datenanalyse für Entscheidungsprozesse,
  • Prozessautomatisierung von Geschäftsprozessen,
  • Chatbots im Service und
  • Sprachprozessen.

Zudem sind KIs immer häufiger als Bestandteil von Produkten und Dienstleistungen zu finden. Ein Beispiel dafür ist die Buchhaltung, wo mittlerweile Künstliche Intelligenz genutzt wird. Auf dem deutschen Markt gibt es Buchhaltungssoftwares wie sevDesk, die durch KI eine automatisierte Belegerkennung ermöglichen. Grundsätzlich sind KIs auf Dauer ein maßgeblicher und wesentlicher Bestandteil in Unternehmen, die neue digitale Geschäftsmodelle anstreben. Am größten ist der Bedarf jedoch bei der Datenanalyse und bei der Prozessautomatisierung. In diesen Bereichen kommen die KIs auch bereits jetzt am stärksten zum Einsatz.

Unternehmen, die sich schon heute stark mit Künstlicher Intelligenz auseinandersetzen und befassen, sind überwiegend Dienstleister. Auf Platz Zwei rangiert die Industrie und auf Platz Drei der Handel. Laut dieser Umfrage sind vor allem Betriebe KI-affin, die entweder mehr als 500 Angestellte haben oder bis zu eine Milliarde Euro Umsatz generieren. Für umsatzstarke Firmen ist es natürlich einfacher Investitionen in diesem modernen Bereich zu tätigen. Dennoch sollten sich auch kleine Unternehmen mit den Chancen und Möglichkeiten der KIs beschäftigen. Andernfalls könnte es zukünftig zu Schwierigkeiten kommen, weil die Wettbewerbsfähigkeit dann nicht mehr gegeben ist.

Grundsätzlich ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz aber aktuell noch stark von der jeweiligen Branche abhängig. In den folgenden Bereichen sind KIs beispielsweise sehr gefragt und dienen als hochwertige Lösungsstrategien zur Vernetzung und Prozessautomatisierung:

  • Versicherungsbranche,
  • Finanzsektor und
  • Gesundheitswesen.

Virtueller Schaltleiste
Grundsätzlich ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz aber aktuell noch stark von der jeweiligen Branche abhängig.

Wie profitieren Unternehmen von Künstlicher Intelligenz?

Unternehmen können auf verschiedene Weisen von KIs profitieren. Insbesondere die folgenden 5 Vorteile sind sehr reizvoll für Betriebe:

  • Umsatzsteigerung: KIs verarbeiten große Mengen an Informationen und liefern dadurch präzisere Erkenntnisse. Dies führt zu einem gesteigerten Umsatz.
  • Motivations- und Produktivitätssteigerung: Um die Angestellten im Betrieb zu entlasten, automatisieren KIs Routinejobs und Anwendungen. Dadurch haben Mitarbeiter mehr Zeit für andere Aufgaben, sodass das Unternehmen insgesamt produktiver wird.
  • Fehlerreduzierung: Wer ist schon fehlerfrei? Die KIs kommen schon ganz nah ran, denn sie machen – im Gegensatz zum Mitarbeiter – keine Fehler, die auf menschlichem Versagen basieren.
  • Kundenservice: Wie schon erwähnt, unterstützen KIs das Unternehmen bei der Datensammlung. Hier handelt es sich auch um spezifische oder unspezifische Kundenprobleme oder Erfahrungen beim Kauf. Dadurch kann nicht nur ein besseres Verständnis für den Endverbraucher gewonnen werden, sondern dieser kann ebenso effizienter unterstützt werden.
  • Entscheidungstempo: Zu guter Letzt tragen Künstliche Intelligenzen dazu bei, schnellere Entscheidungen treffen zu können, was den Unternehmen immer einen Wettbewerbsvorteil verschafft.

Was bremst die Nutzung von KIs noch aus?

Es gibt allerdings nicht nur Befürworter, die der Künstlichen Intelligenz ein großes Wachstum in den nächsten Jahren bescheinigen. Denn, wie heißt es so schön: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Es gibt viele negative Stimme zu diesem Thema. Dabei sind zwei Argumente besonders hervorstechend. Zum einen misstrauen viele Unternehmen den KIs. Die größten Bedenken sind dabei Lücken im Datenschutz und die Qualität der gelieferten Daten.

Zum anderen bremsen fehlende Fachkräfte die Nutzung von KIs in vielen Unternehmen noch aus. Nicht jeder Betrieb hat die entsprechenden Mitarbeiter, die die passenden Kompetenzen für den Einsatz und die Wartung von KIs besitzen. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass es sich noch um ein relativ neues und modernes Trendthema handelt. KI-Interessierte und -affine Fachkräfte befinden sich derzeit in der akademischen Ausbildung. Immer mehr Universitäten öffnen in Deutschland ihre Pforten und bieten entsprechende Studiengänge an. Aktuell können sich Studenten an folgenden Unis für KI-Studiengänge einschreiben:

  • Technische Universität München (TUM)
  • Universität Tübingen
  • Universität Stuttgart
  • TH Ostwestfalen-Lippe
  • Hochschule Beuth Berlin
  • TH Deggendorf

An vielen Universitäten wurden KI- oder erweiterte Studiengänge erst im letzten oder in diesem Jahr eingeführt. Da ein Bachelor an die 3 Jahre Studium verschlingt, ist mit den ersten studierten Fachkräften in diesem Bereich frühestens 2021 zu rechnen. Aus diesem Grund gehört der Mangel an Experten in diesem Bereich zu den größten Problemstellungen aktuell, um KIs vollständig in den Unternehmen zu etablieren.

Androide
Zukunftsmusik: Im Gegensatz zur KI sind Androiden bislang nur in einigen wenigen Bereichen schon wirklich sinnvoll einsetzbar.

 

Die Zukunft: Ein Ausblick

Aus dem vorausgegangenen Abschnitt wird deutlich, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz nicht nur eine Evolution der Roboter ist, sondern auch eine grundlegende Veränderung der Arbeitswelt in Zukunft mit sich bringen wird. Da bereits jetzt händeringend nach Fachpersonal in diesem Bereich gesucht wird, haben alle, die Studiengänge in dieser Richtung belegen, in ein paar Jahren gute Chancen sofort eine Anstellung zu finden.

KI-Spezialisten werden zukünftig für viele Unternehmen zum Must-have, denn ohne sie funktionieren die neuen digitalen Prozesse im Geschäft nicht. Denn, obwohl Künstliche Intelligenzen ohne Zutun arbeiten, müssen auch sie von Zeit zu Zeit gewartet werden. Dafür sind Fachkräfte unbedingt nötig. Gleichermaßen schreitet aber ebenso die Entwicklung der KIs weiter voran, sodass die Zusammenführung von Künstlicher Intelligenz und Bewusstsein ebenso ein denkbares Zukunftsszenario sein könnte.

Unternehmen, die sich heute noch gegen den Einsatz und die Investition in KIs wehren, könnten in Zukunft den technologischen Anschluss verpassen. Sie verlieren auf Dauer ihre Wettbewerbsfähigkeit. Dabei bringen KIs diverse Anwendungen mit, die die Effizienz eines Unternehmens deutlich steigern können. Dennoch sehen nicht alle Betriebe dies als relevant.

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