Wissensbibliothek
Worum ging es in der Walser-Debatte?
Zwischen dem damaligen Vorsitzenden des Zentralrates, Ignatz Bubis, und dem Schriftsteller Martin Walser war ein heftiger Streit entbrannt. Walser hatte 1998 in seiner Dankesrede anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main die öffentliche Gedenkkultur zum Holocaust in Deutschland infrage gestellt. Es sei unerträglich, dass immer wieder »mit der moralischen Keule Auschwitz« gedroht werde. Bubis warf Walser »geistige Brandstiftung« vor. Bei einem Gespräch zwischen den beiden Kontrahenten wurde der Streit beigelegt. Man einigte sich darauf, dass es noch keine geeignete Sprache für den Umgang mit der deutschen Vergangenheit gebe.
Gene haben mehr Einfluss auf Gicht als der Lebensstil
Gicht wird häufig als Wohlstandskrankheit und Folge einer ungesunden Ernährung betrachtet. Doch statt Lebensstil bestimmen viel mehr die Gene darüber, ob eine Person an Gicht erkrankt, wie eine aktuelle Studie zeigt. Die Forschenden haben zahlreiche zuvor unbekannte genetische Varianten identifiziert, die an der schmerzhaften...
Implantierbares Notfall-Reservoir für Diabetes-Patienten entwickelt
Ein extrem niedriger Blutzuckerspiegel kann für Menschen mit Typ-1-Diabetes lebensbedrohlich sein. Patienten spritzen sich in dieser Situation normalerweise ein Hormon namens Glukagon, das den Blutzucker wieder reguliert. Doch es gibt auch Diabetes-Patienten, die ihren gefährlichen Zustand nicht bemerken, etwa weil sie schlafen,...