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Wohnung verschönern: Mini-Aufwand, Maxi-Effekt

Ruhepixabay.com © heathergunn (CC0 Creative Commons)nder Hund in Wohnzimmer
Was macht eine Wohnung gemütlich? Kuschelige Stoffe und eine dezente Beleuchtung gehören dazu.

pixabay.com , heathergunn (CC0 Creative Commons)

Tapeten-Check: Coole Wandgestaltung

Weiße Raufasertapete ist trist, langweilig und austauschbar. Stattdessen können Sticker an der Wand und Motivtapeten für einen wahren Farbenrausch sorgen. Du musst dafür nicht die gesamte Wohnung neu tapezieren. Oft reicht es, einzelne Wände oder sogar nur Teile von Wänden neu zu gestalten. Sei mutig und entscheide dich für eine ungewöhnliche Farbe, die dir Spaß macht und ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Wie wäre es zum Beispiel einmal mit einer bonbonrosa Wand in der Küche oder mit einer bunten Klatschmohnwiese im Flur? Ein beruhigendes Naturmotiv im Schlafzimmer gegenüber dem Bett wertet den Raum nicht nur optisch auf, sondern hilft dir gleichzeitig dabei, dich zu entspannen.

Die Wände bieten viel Platz, um attraktiver Bilder und Fotos aufzuhängen. Du stehst auf Comics? Dann ist eine Galerie deiner Lieblings Comics eine gute Möglichkeit, den Wänden einen frischen Look zu verpassen. Oder liebst du es nostalgisch und romantisch? Wähle die Motive deiner Wahl aus und probiere einmal die Petersburger Hängung aus. Du wirst sehen, wie spannend eine so gestaltete Bilderwand ist.

Nicht zuletzt bieten Wände einen idealen Rahmen, um ausgesuchte Motivstoffe und Wandbehänge zu präsentieren. Es müssen nicht immer Tapeten oder Bilder sein, auch Wandteppiche verändern die Atmosphäre eines Raumes sofort.

Farbenfrohe Kissenbezüge auf einem Markt in Ecuador
Farbenfrohe Textilien eignen sich für Kissenhüllen oder Tischdecken.

IRYNA KURILOVYCH, GettyImages

Wohntextilien-Check: Neue Farben, neuer Style

Gerade in frisch eingerichteten Wohnungen sieht es mitunter aus wie in einem Prospekt. die Möbel sind nagelneu und glänzend, der Boden sauber verlegt, die Wände frisch gestrichen. Doch gemütlich ist es nicht. Mit Wohntextilien kannst du sehr schnell für Gemütlichkeit und Farbakzente sorgen. Für Hobby-Näherinnen bietet es sich an, attraktive Stoffe zu besorgen, um Kissenbezüge, Bettwäsche, Tischdecken und anderes mehr selbst herzustellen.

Afrika-Stoffe mit aufwendigen und lebhaften Mustern, gemütliche Fellstoffe und Fleece für den extra Kuschelfaktor oder spezielle Hussen Stoffe, um passende Überzüge für das Sofa, die Küchenstühle oder den Sessel im Schlafzimmer anzufertigen: Wenn du selbst nähen kannst, solltest du diesen persönlichen Joker nutzen, um deine Wohnung kreativ und individuell aufzuwerten.

Tipp: Auch der Änderungsschneider in deiner Nähe übernimmt Näharbeiten wie diese sicherlich gerne.

Mit schönen Teppichen kannst du deine Wohnung ebenfalls ohne großen Aufwand verändern. Ein kuschelig-weicher Teppich im Schlafzimmer, ein kunterbunter Läufer im Flur oder ein edler Webteppich im Wohnzimmer verleihen dem Raum einladende Gemütlichkeit.

Teppichstapel
Dezent gemustert oder intensiv gefärbt: Teppiche sind ein gutes Mittel, um einen Raum gemütlicher zu machen.

pixabay.com, webandi (CC0 Creative Commons)

Möbel-Check: Aus Alt mach Neu

Upcycling ist das neue Einrichten. Mit etwas Geschick kannst du in aussortierten Kisten und Paletten Inspiration finden und dabei ganz viel Geld sparen. Palettenmöbel sind noch immer stark angesagt und deshalb findest du online unzählige Bauanleitungen für Sitzgelegenheiten, Raumtrenner, Tische oder Aufbewahrungsmöbel. Auch machen die Paletten - in kräftigen Farben angestrichen - eine gute Figur auf Balkon und Terrasse.

Mit einem Do-it-Yourself Projekt in deiner Wohnung bekommt dein Zuhause einen individuellen Look. Dabei muss es nicht bei Palettenmöbel bleiben. Ein Besuch auf einem Flohmarkt befördert häufig ungeahnte Schätze zutage. Aus zwei oder drei wackeligen Stühlen lässt sich mithilfe von ein paar Bodendielen ein bequemer Sitzplatz herstellen. Eine etwas ramponierte Kommode ist es wert, aufgearbeitet zu werden. Du schleifst sie ab, streichst sie neu und ersetzt die Knöpfe. Eine hochwertige Abdeckplatte und vier Möbelrollen perfektionieren das DIY-Projekt.

Licht-Check: An den richtigen Stellen für Akzente sorgen

Ein stimmiges Lichtkonzept verändert eine Wohnung enorm. Wo vorher eine dunkle, triste Sitzecke war, präsentiert sich nun ein gemütlicher Leseplatz mit perfekten Lichtverhältnissen. Die ehemals dunkle Küchenablage wird mit Spots ausgeleuchtet, so dass du endlich alles findest was du suchst. Worauf solltest Du achten, wenn du Licht in deine Wohnung bringst?

Licht erzeugt Atmosphäre

Ein Deckenstrahler, eine Stehlampe oder eine Wandleuchte sorgt für unterschiedliche Lichtverhältnisse und prägen die Atmosphäre in einem Raum. Du solltest deine Beleuchtung planen und dabei ein paar Tipps beherzigen.

Abhängig von der Lichtfarbe und der Helligkeit erzeugt das Licht verschiedene Wirkungen. Für Schlafzimmer eignet sich ein Wohlfühllicht mit einer warmen Lichtfarbe, die im Optimalfall aus einer indirekt installierten Lichtquelle stammt. Dein Arbeitsplatz aber braucht ein helles Licht, möglichst in Tageslichtqualität.

Ein Griff in die Trickkiste: Für ausgewogene Lichtverhältnisse sorgen

Für jeden Raum gilt, dass ihn eine Kombination aus drei verschiedenen Lichtquellen ideal ausleuchtet. Die erste Lichtquelle ist die Hintergrundbeleuchtung, die zweite Lichtquelle ist ein Akzentlicht und die dritte Lichtquelle die Arbeitsbeleuchtung.

  • Das indirekte Licht wirft fast keine Schatten und verteilt sich homogen im Raum. Die Beleuchtung ist weich und dezent. Ein indirekt beleuchtet der Raum lässt die Augen schneller müde werden. Aufgrund dessen sind Akzent Lichter eine wichtige Ergänzung.
  • Das Akzentlicht leuchtet einen Bereich gezielt hell aus. Du kannst damit zum Beispiel Bilder anstrahlen oder einen Sitzbereich heller beleuchten.
  • Die Arbeitsbeleuchtung dient dazu, helles und blendfreies Licht zu schaffen, bei dem du ohne Probleme in der Küche mit einem scharfen Messer hantieren, im Homeoffice Akten bearbeiten oder im Badezimmer den Lidstrich ziehen kannst.

Für die Hintergrundbeleuchtung kannst du dir eine klassische Deckenleuchte kaufen. Auch ein Deckenstrahler oder ein Wandstrahler sind für die Hintergrundbeleuchtung geeignet. Achte darauf, dass sich die Leuchten mit einem Dimmer regulieren lassen, dann kannst du die variabel nutzen.

Für die Akzentlichter kommen beispielsweise Strahler in Frage, die du direkt auf ein Bild oder ein Dekoelement richtest. Hier gilt die Devise "weniger ist mehr”. Wenn du zu viele Lichtpunkte setzt, wirkt es unruhig.

Die Funktion der Arbeitsbeleuchtung kann eine Stehlampe, eine Schreibtischlampe oder ein flächiges Funktionslicht übernehmen. Im Arbeitsbereich steht die reine Funktionalität im Zentrum der Aufmerksamkeit, obwohl bei passendem Geldbeutel nichts dagegen spricht, Designer-Lampen zu diesem Zweck zu nutzen.

Flur-Check: Viel Platz für nichts?

Manche Flure sind als reine Durchgangsräume gestaltet, die außer ein paar Mantelhaken und einer Deckenlampe nichts weiter beinhalten. Dabei können Fluhrer viel mehr sein. Du siehst ihn als erstes, wenn du eintrittst und deine Gäste bekommen in deinem Flur den ersten Eindruck deiner Wohnung. Auch wenn du nur wenige Quadratmeter zur Verfügung hast, überlege dir genau, wie du deinen Flur gestaltest. In fast jedem Flur ist Platz für praktische Möbel mit Mehrfachnutzen wie einem Sideboard, dass zum einen Ablagefläche und Stauraum bietet und auch einen Sitzplatz beinhalten kann. Schau dir unsere Hacks und Ideen für den Flur an und lass dich inspirieren.

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