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Wie werden die Eindringlinge bekämpft?

Gelingt es einem Krankheitserreger, durch eine Verletzung, Verbrennung oder Verätzung in die Haut einzudringen oder über die Schleimhaut in das Gewebe vorzustoßen, wird er von einer ganzen Armee von zellulären und chemischen Abwehrsoldaten erwartet.

Fresszellen: Fresszellen werden auch Phagozyten genannt. Sie gelangen mit dem Blut zum Infektionsort, spüren dort die Krankheitserreger auf und beginnen nach Entdeckung von Fremdpartikeln oder Erregern mithilfe Pseudopodien genannter Scheinfüßchen oder Ausstülpungen mit dem Einschluss und der Verdauung (Phagozytose) der Eindringlinge. Die zwei Haupttypen der Fresszellen sind die Makrophagen und die neutrophilen Granulozyten.

Natürliche Killerzellen: Die natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind große Lymphozyten. Sie befinden sich in den Lymphknoten oder zirkulieren im Blut. Sie wenden sich gegen Krebszellen und virusinfizierte Körperzellen. Natürliche Killerzellen spüren veränderte Zellen auf, stellen eine Bindung zu ihnen her und zerstören sie durch zellschädigende Toxine.

Antimikrobische Abwehrsubstanzen: Mehr als 20 im Blut zirkulierende und erst durch eine Infektion aktivierte Eiweiße – Komplementsystem genannt – verstärken die Wirkung der verschiedenen Teile des Abwehrsystems. Die Interferone gehen beispielsweise mit den noch nicht befallenen Nachbarzellen eine Verbindung ein, durch die jene weniger anfällig gegenüber einer Infizierung durch einen Virus werden. Interferone verstärken außerdem die Aktivität von Fress- und Killerzellen und hemmen das Tumorwachstum.

Perseverance, Mars
Wissenschaft

Auf der Suche nach Lebensspuren

Die NASA-Rover Perseverance und Curiosity fahnden auf dem Mars nach organischen Molekülen. Jetzt sind sie in den Sedimenten zweier Urzeit-Seen fündig geworden. von THORSTEN DAMBECK Falls jemand in ferner Zukunft eine Wanderung auf dem Mars beabsichtigen sollte, hätte Sebastian Walter von der Freien Universität Berlin eine...

Kometen
Wissenschaft

Aufschlussreicher Komet

Die Rosetta-Mission wurde vor einigen Jahren beendet. Doch die gewonnen Daten bringen noch immer neue Einsichten – auch über die Erde und den Ursprung unseres Sonnensystems. von DIRK EIDEMÜLLER Rosetta war eine der wichtigsten Raumsonden, die die Europäische Weltraumagentur ESA gestartet hat. Der Späher war im Jahr 2004 ins All...

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