Wahrig Herkunftswörterbuch

Abitur
Bis 1687 wurde an den Universitäten des deutschsprachigen Raumes nur in lateinischer Sprache unterrichtet. Insofern verwundert es ein wenig, dass der lateinische Begriff „Abitur“ (zunächst in der Form Abiturium) erst um 1800 in den deutschen Wortschatz gelangte, als das Deutsche gerade zur Wissenschaftssprache avanciert war. Die zum lateinischen Verb abire gehörende Form abiturus bezeichnet „einen, der im Begriff ist wegzugehen“ (vgl. auch lat. abiturire „weggehen wollen“ und die deutsche Bezeichnung Abiturient). Wer das Abitur macht, verlässt demnach die Schule nach einer entsprechenden Abschlussprüfung, die man in Deutschland früher auch Maturitätsexamen („Reifeprüfung“) nannte, und erwirbt die allgemeine Hochschulreife. Diese Wortbedeutung ist heute noch sichtbar in der Bezeichnung Matura (von
lat.
maturus „reif“), die in den anderen deutschsprachigen Ländern (Österreich, Schweiz, Liechtenstein) gebräuchlich ist.
Abnehmspritze
Wissenschaft

Satt schon vor dem ersten Bissen

Der Anblick köstlicher Speisen wirkt auf die meisten Menschen appetitanregend. Wer dagegen die neuen Abnehmspritzen nutzt, wird häufig schon satt, wenn er Essen auch nur ansieht. In Versuchen mit Mäusen und Menschen hat eine Studie nun aufgeklärt, welche Vorgänge im Gehirn für diesen Effekt verantwortlich sind. Demnach vermitteln...

Orcas
Wissenschaft

Wal-Verwandtschaften im Südpolarmeer

Im nahrungsreichen Süden leben etwa 25.000 Orcas, zugehörig zu vier Orca-Ökotypen. Aufgrund ihrer Unterschiede „durch Kultur“ sind die Grenzen zu (Unter-)Arten schwer zu ziehen. von BETTINA WURCHE Schwertwale sind intelligente und soziale Tiere, kooperative Jäger und die größten Raubtiere des Ozeans. Im Südpolarmeer lassen sich...

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