Wahrig Herkunftswörterbuch

Laie
Wer anders als ein Fachmann von einem Thema wenig versteht oder sich nicht intensiv damit beschäftigt hat, wird Laie genannt. Selbst bei Gericht unterstützen ehrenamtliche also nicht wissenschaftlich ausgebildete Laien den Richter: die sogenannten Schöffen. Laie beruht (über ahd. leigo) auf lat. laicus und griech. laikos (zu griech. laos „Volk“). Zunächst war ein Laie also „zum Volk gehörig“. Früher herrschte die kirchliche Bedeutung vor: Im Christentum meinte man mit Laien „Gemeindemitglieder, die kein geistliches Amt bekleideten“. Im katholischen Katechismus von 1993 werden Laien als „alle Christgläubigen außer den Gliedern des Weihestandes und des in der Kirche anerkannten Ordensstandes“ verstanden. Der Begriff Laienspiel bezeichnet ein „(religiöses) Amateurtheater“, deren Schauspieler man Laienspielschar nennt. Als Laizismus gilt dagegen seit der Französischen Revolution von 1789 eine Bewegung, die Staat und Kirche strikt trennen will. Beispiele für laizistische Staaten in Europa sind Frankreich oder Portugal.
Wissenschaft

Das molekulare Gedächtnis

Chemische Elemente bilden verschiedene stabile Isotope. Winzige Unterschiede in ihrer Verteilung sind wie ein Fingerabdruck und verraten viel über die Herkunft. So lässt sich etwa der Weg des Wassers verfolgen. von RAINER KURLEMANN Alexander Frank hat ein besonderes Verhältnis zu Seen. In diesem Herbst reist der Biologe zu drei...

Zeichnung abgeleitet vom
Wissenschaft

Welche Körperteile sind uns am wichtigsten?

Ob Arm, Fuß oder Auge, die meisten Menschen bewerten einige ihrer Körperteile als wichtiger als andere. Dahinter steckt jedoch keine individuelle Einschätzung, sondern vielmehr eine Priorisierung, die über alle Kulturen und Zeitalter hinweg gleichgeblieben ist, wie Psychologen herausgefunden haben. Demnach bewerten die Menschen...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon