Wahrig Herkunftswörterbuch
Siebenschläfer
Für viele bezeichnet der 27. Juni ein wichtiges Datum, das darüber entscheidet, wie das Wetter sich in den folgenden Wochen entwickeln wird: den Siebenschläfer(tag). Regnet es an diesem Tag, so geht man von sieben Wochen schlechten Wetters aus, ist es schön, so steht nach der Meinung vieler ein angenehmer Sommer bevor. Dabei wird bei dieser alten Bauernregel gern vergessen, dass sie aus der Zeit vor der Kalenderreform stammt, weshalb davon auszugehen ist, dass eher das Wetter der letzten Juni– und der ersten Juliwoche beobachtet werden sollte. Es ist allerdings statistisch nachgewiesen, dass die in diesem Zeitraum herrschende Witterung mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 bis 70 Prozent auch die sieben Wochen danach bestimmt. Das Wort Siebenschläfer, mit dem auch ein „Langschläfer“ bezeichnet wird, verweist auf eine alte Legende. Ihr zufolge flüchteten um das Jahr 251, als der röm. Kaiser Decius die Christen erbarmungslos verfolgte, sieben Jünglinge zu dem bei Ephesus gelegenen Berg Kalion, schliefen dort in einer Höhle ein und wurden eingemauert. Erst 447, unter Kaiser Theodius II., öffnete man die Höhle, so dass sie erwachten – aber gleich darauf starben.
Wissenschaft
Laufen große Menschen schneller?
Warum die Länge der Beine für die Geschwindigkeit beim Laufen nicht entscheidend ist, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Eigentlich klingt es vollkommen einleuchtend, dass ein groß gewachsener Mensch, der mit jedem Schritt ein langes Wegstück zurücklegt, schneller vorankommt als ein kleinerer, dessen Beine nur deutlich kürzere...
Wissenschaft
Komplexe Tätowierungen auf Mumien in Peru entdeckt
Tattoos sind ein uralter und bis heute beliebter Körperschmuck. In der präkolumbischen Chancay-Kultur in Südamerika hatten sie offenbar eine größere Bedeutung als bislang gedacht. Denn auf der Haut von rund 1 200 Jahre alten Mumien aus Peru haben Forschende feingliedrige Tätowierungen aus komplexen Mustern entdeckt. Die Tinte war...