Wahrig Herkunftswörterbuch

Gras: ins Gras beißen
Mit dem Soldatentod auf dem Schlachtfeld hat die heute salopp für „sterben“ gebrauchte Redensart ins Gras beißen zu tun. Sie findet sich auch in anderen Sprachen, allerdings ersetzt hier das jeweilige Wort für Staub oder Erde das im Deutschen vorhandene Gras: im Frz. heißt es mordre la poussière, im Ital. bzw. Span. ist mordere la terra bzw. morder la tierra gebräuchlich. Nur im Engl. heißt es sowohl to go to grass als auch to bite the dust. Ursprünglich im 13. Jahrhundert galt die deutsche Redensart harmlosen Schafen, die Gras fraßen; erst im 17. Jahrhundert ist die übertragene Bedeutung „sterben“ belegt. Die Herkunft ist nicht vollständig zu klären, aber neben Ansätzen, die von einer Verwandtschaft des Wortes beißen mit dem mhd. beizen ausgehen, das so viel wie „(vom Pferd) absteigen“ und damit auch „unterliegen“ bedeutet, gibt es auch Deutungen, die die Bedeutung der Wendung mit dem Verhalten sterbender Soldaten erklären, die im Todeskampf Erde oder Gras mit dem Mund berühren und quasi hineinbeißen.
Bei den weiß eingezeichneten Oberflächenströmungen ist der Golfstrom erkennbar.
Wissenschaft

Der Ozean und das Weltklima

Die Erwärmung der Meere verändert das Klima der Erde. Die Ozeane sind wichtig für die globale Klimaregulation. Sie sind der größte CO₂-Speicher der Welt. Von RAINER KURLEMANN Menschen, die an der Küste wohnen, kennen die Wirkung des Wassers auf ihr regionales Wetter. Und für die meisten Klimazonen der Welt gilt: In Meeresnähe...

xxxAdobeStock_508909036_Editorial_Use_Only.jpg
Wissenschaft

Haus unter Strom

Solarzellen an Hausfassaden könnten den gesamten täglich benötigten elektrischen Strom erzeugen. Neue Techniken helfen, das zu verwirklichen – und sie ermöglichen eine attraktive architektonische Gestaltung. von HARTMUT NETZ Seit der Jungsteinzeit vor über 10.000 Jahren, als die Menschen die ersten festen Bauten errichteten, ist...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon