Wahrig Herkunftswörterbuch
Gras: ins Gras beißen
Mit dem Soldatentod auf dem Schlachtfeld hat die heute salopp für „sterben“ gebrauchte Redensart ins Gras beißen zu tun. Sie findet sich auch in anderen Sprachen, allerdings ersetzt hier das jeweilige Wort für Staub oder Erde das im Deutschen vorhandene Gras: im Frz. heißt es mordre la poussière, im Ital. bzw. Span. ist mordere la terra bzw. morder la tierra gebräuchlich. Nur im Engl. heißt es sowohl to go to grass als auch to bite the dust. Ursprünglich – im 13. Jahrhundert – galt die deutsche Redensart harmlosen Schafen, die Gras fraßen; erst im 17. Jahrhundert ist die übertragene Bedeutung „sterben“ belegt. Die Herkunft ist nicht vollständig zu klären, aber neben Ansätzen, die von einer Verwandtschaft des Wortes beißen mit dem mhd. beizen ausgehen, das so viel wie „(vom Pferd) absteigen“ und damit auch „unterliegen“ bedeutet, gibt es auch Deutungen, die die Bedeutung der Wendung mit dem Verhalten sterbender Soldaten erklären, die im Todeskampf Erde oder Gras mit dem Mund berühren und quasi hineinbeißen.
Wissenschaft
»Stress verstärkt die Beschwerden«
Wie Menschen mit Reizdarm Erkenntnisse aus der Forschung berücksichtigen können, erklärt Facharzt Martin Storr. Das Gespräch führte SALOME BERBLINGER Prof. Storr, wann spricht man von einem Reizdarm? Für die Diagnose Reizdarm-Syndrom sind drei Kriterien entscheidend: Es bestehen Beschwerden im Bauchraum. Diese Beschwerden...
Wissenschaft
Moleküle als Speicher für Solarenergie?
Solarenergie ist großartig. Wenn wir es darauf anlegen würden, könnten wir mit ihr den gesamten Energiebedarf der Menschheit decken. Denn global betrachtet schickt die Sonne pro Jahr etwa 7.000– bis 8.000-mal mehr Energie zur Erde, als die gesamte Menschheit im selben Zeitraum verbraucht. Ihr Potenzial für die Energiewende ist...