Wahrig Herkunftswörterbuch

Gras: ins Gras beißen
Mit dem Soldatentod auf dem Schlachtfeld hat die heute salopp für „sterben“ gebrauchte Redensart ins Gras beißen zu tun. Sie findet sich auch in anderen Sprachen, allerdings ersetzt hier das jeweilige Wort für Staub oder Erde das im Deutschen vorhandene Gras: im Frz. heißt es mordre la poussière, im Ital. bzw. Span. ist mordere la terra bzw. morder la tierra gebräuchlich. Nur im Engl. heißt es sowohl to go to grass als auch to bite the dust. Ursprünglich im 13. Jahrhundert galt die deutsche Redensart harmlosen Schafen, die Gras fraßen; erst im 17. Jahrhundert ist die übertragene Bedeutung „sterben“ belegt. Die Herkunft ist nicht vollständig zu klären, aber neben Ansätzen, die von einer Verwandtschaft des Wortes beißen mit dem mhd. beizen ausgehen, das so viel wie „(vom Pferd) absteigen“ und damit auch „unterliegen“ bedeutet, gibt es auch Deutungen, die die Bedeutung der Wendung mit dem Verhalten sterbender Soldaten erklären, die im Todeskampf Erde oder Gras mit dem Mund berühren und quasi hineinbeißen.
Foto der tätowierten Hand einer 1200 Jahre alten Mumie
Wissenschaft

Komplexe Tätowierungen auf Mumien in Peru entdeckt

Tattoos sind ein uralter und bis heute beliebter Körperschmuck. In der präkolumbischen Chancay-Kultur in Südamerika hatten sie offenbar eine größere Bedeutung als bislang gedacht. Denn auf der Haut von rund 1 200 Jahre alten Mumien aus Peru haben Forschende feingliedrige Tätowierungen aus komplexen Mustern entdeckt. Die Tinte war...

Anlagen, Wasserstoff, Windkraftwerke
Wissenschaft

Schwimmende Windparks für grünen Wasserstoff

Für eine klimaneutrale Zukunft ist grüner Wasserstoff unverzichtbar. Ein neues Projekt zeigt, wie sich große Mengen davon erzeugen lassen: auf dem offenen Meer mit schwimmenden Windturbinen – samt sicherer Lagerung und Transport in Tanks mit organischen Ölen. von ULRICH EBERL Die malerischen Buchten am Fens-fjord nördlich der...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon