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Zurück in der Todeszone

Die Behörden dulden sie. Die Umsiedlung, so Wissenschaftler, habe vielen Menschen eh mehr geschadet als genutzt.

© Financial Times Deutschland

Jeder Schritt tut weh. Das Rheuma versteift die Gelenke, die Füße schwellen an und passen in keine Schuhe mehr hinein. Doch von den Gebrechen des Alters lässt sich Maria Grigorjewna Schilan nicht aufhalten. Jeden Morgen geht sie in den Wald, um Brennholz zu sammeln. Sie stapelt es an der Straße, versorgt die Hühner und fegt den Hof. "Vor dem orthodoxen Osterfest am Sonntag muss ich noch das Haus anstreichen", sagt die 76-Jährige und rückt das Kopftuch zurecht.

Das Holzhaus hat zwei Räume, die als Küche, Wohnzimmer und Schlafstube dienen. Ein weiß getünchter Backsteinofen wärmt. Bunt bestickte Kopfkissen stapeln sich auf dem Bett. An den Wänden hängen Fotos aus besseren Zeiten. "Meine Söhne", sagt die Alte, die Augen voller Tränen. "Sie sind vor zwei Jahren gestorben. Das Herz. Der Stress nach Tschernobyl war zu viel."

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