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Beamte/r im gehobenen Dienst

Die Laufbahnen des gehobenen Dienstes umfassen die Besoldungsgruppen A9 bis A13. Nachfolgend eine Auswahl der Berufsfelder, die Bewerbern im gehobenen Dienst offenstehen.

Berufsfelder

Beamte des auswärtigen Dienstes (gehobener Dienst)

arbeiten im Auswärtigen Amt, in deutschen Auslandsvertretungen und in Vertretungen internationaler Organisationen. Als Bindeglied zwischen dem leitenden höheren Dienst und dem mittleren Dienst nehmen sie vor allem administrative und verwaltende Aufgaben wahr. Sie sind als Sachbearbeiter u.a. in den Bereichen Recht, Wirtschaft, Entwicklungshilfe, Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit, Verwaltung und Protokoll tätig. Beamte des auswärtigen Dienstes müssen uneingeschränkt versetzungsbereit sein.

Beamte bei der Bergverwaltung (gehobener nichttechnischer Dienst)

arbeiten vorwiegend bei den Oberbergämtern der Länder. Daneben bestehen Ausübungsmöglichkeiten u.a. in der Landeseichdirektion, im Geologischen Landesamt und im Staatlichen Materialprüfungsamt.

Beamte bei Behörden des Bundes (gehobener nichttechnischer Dienst)

werden in der Regel mit Leitungs- und Personalführungsaufgaben innerhalb einer Einrichtung des öffentlichen Dienstes betraut. Außerdem übernehmen sie Sachbearbeiterfunktionen wie Rechtsanwendung und Sachverhaltsermittlung, Rechtsgestaltung, Leistungsverwaltung usw. Die Tätigkeiten sind inhaltlich durch die Aufgaben der Behörde bestimmt, bei der der Beamte eingesetzt ist.

Beamte bei Behörden des Bundes (gehobener technischer Dienst)

übernehmen in der Regel Sachbearbeiterfunktionen innerhalb einer Behörde des Bundes. Als Sachgebiets- oder Gruppenleiter z.B. haben sie neben Fachaufgaben auch die Verantwortung für Personal- und Verwaltungsorganisation. Die jeweiligen Fachaufgaben sind inhaltlich vor allem durch die Behörde bestimmt, bei der der Beamte eingesetzt ist.

Beamte bei der Bundesanstalt für Arbeit (gehobener Dienst)

sind in der Regel als Sachbearbeiter, Arbeitsvermittler, Arbeits- oder Berufsberater in einem Arbeitsamt tätig.

Beamte bei der Bundesbank (gehobener Dienst)

sind zumeist mit der Abwicklung der Bankgeschäfte der Deutschen Bundesbank betraut. Sie können beispielsweise in den Zweiganstalten als Kassenführende Beamte, als Kassenaufsichtsbeamte oder als Sachbearbeiter tätig sein. Daneben können sie in den verschiedenen Abteilungen der Hauptverwaltung und in der Dienststelle des Direktoriums eingesetzt werden.

Beamte des feuerwehrtechnischen Dienstes (gehobener Dienst)

sind als Einsatzleiter, Sachbearbeiter, Wachvorsteher oder Leiter bei Berufsfeuerwehren beschäftigt. Daneben können sie als Sachbearbeiter oder Referenten bei den für die Feuerwehren zuständigen Aufsichtsbehörden oder bei entsprechender pädagogischer Befähigung auch als Lehrkraft an einer der Landesfeuerwehrschulen eingesetzt werden.

Beamte im gehobenen technischen Flurbereinigungsdienst

sind vor allem mit der technischen Ausführung von Maßnahmen zur Ordnung, Gestaltung und Entwicklung des ländlichen Raumes unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten betraut. Sie übernehmen Sachbearbeitungsaufgaben im Innen- oder Außendienst. Die Ausübung des Berufs ist an die Orte gebunden, in denen eine Behörde des Flurbereinigungsdienstes besteht. Die Bezeichnung der Behörde kann bei gleicher Aufgabenstellung in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich sein. Was in Niedersachsen das “Amt für Agrarstruktur“, und in Schleswig-Holstein das “Amt für ländliche Räume“, heißt in Sachsen “Verwaltung für ländliche Neuordnung“.

Beamte bei der Gewerbeaufsichtsverwaltung (gehobener technischer Dienst)

sind in den Bereichen Arbeitsschutz, technischer Öffentlichkeitsschutz und Umweltschutz (Immissionsschutz) tätig. Sie überprüfen und kontrollieren im Wesentlichen, ob die ihnen zugewiesenen Betriebe alle Maßnahmen ordnungsgemäß einhalten. Sie können dabei im Innendienst hauptsächlich Sachbearbeitertätigkeiten wahrnehmen oder im Außendienst in den Betrieben kontrollierende bzw. beratende Funktionen ausüben. Die Abnahme der Betriebsprüfungen erfolgt in der Regel ohne Voranmeldung.

Beamte im Justizvollzugsdienst

sind vorwiegend als Sachbearbeiter oder Abteilungsleiter in einer Justizvollzugsanstalt tätig. Sie können beispielsweise in der Hauptgeschäftsstelle, im Sicherheits- und Ordnungsdienst, in der Arbeits- und Wirtschaftsverwaltung oder in der Vollzugsgeschäftsstelle eingesetzt werden.

Beamte bei der Kommunalverwaltung (gehobener nichttechnischer Dienst)

üben hoheitsrechtliche Tätigkeiten aus. Sie verlangen Steuern und ziehen diese ein und setzen Gesetze und sonstige Rechtsvorschriften um. Hauptsächlich übernehmen sie leitende oder sachbearbeitende Funktionen. Einsatzmöglichkeiten bestehen bei allen Kommunalverwaltungen im Bundesgebiet. Dazu zählen neben den Gemeinden und Gemeindeverbänden auch gemeindliche Zweckverbände.

Kriminalbeamte (gehobener Dienst)

nehmen innerhalb der polizeilichen Organisation die Aufgabe der Verbrechensbekämpfung in besonders gefährlichen Bereichen wahr. Dies sind vor allem Kapitalverbrechen. Grundsätzlich übernimmt die Kriminalpolizei die Ermittlungsarbeit nach Unfällen mit Personenschäden (außer im Straßenverkehr), Bränden, (Selbst)Mord- und Vermisstenfällen. Häufig ergibt sich ein Schwerpunkt auf verschiedene Deliktsbereiche. Hierzu gehören Wirtschaftskriminalität, Terrorismus, organisiertes Verbrechen oder Umweltkriminalität.

Beim Bundeskriminalamt werden alle Nachrichten und Unterlagen für die polizeiliche Verbrechensbekämpfung gesammelt und ausgewertet. Als Zentralstelle koordiniert es die Zusammenarbeit der Polizei, erstellt kriminalpolizeiliche Analysen sowie Statistiken und betreibt Forschung zur Entwicklung von Methoden zur Verbrechensbekämpfung.

Tätigkeiten (Beispiele):

  • Durchführung von Maßnahmen zur präventiven Verbrechensbekämpfung
  • Aufnahme von Anzeigen, Überprüfen von Hinweisen auf strafbare Handlungen
  • Sicherung von Beweisen
  • Tatortarbeit
  • Aufklärung: Dazu gehören Vernehmung von Verdächtigen und Zeugen, Auswertung und Zusammenführung aller Einzelinformationen, sowie das Schreiben von Berichten
  • Fahndung
  • Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen, der Staatsanwaltschaft sowie anderen Fachkräften (z.B. mit Spezialisten im Bereich Spurensuche und -sicherung)

Beamte bei Behörden der Länder (gehobener nichttechnischer Dienst)

können in fast allen Bereichen der Landesverwaltung als Sachbearbeiter oder in leitender Funktion tätig sein. Ihre konkreten inhaltlichen Aufgaben richten sich nach den Erfordernissen der jeweiligen Behörde, in der sie eingesetzt sind.

Das können im gehobenen nichttechnischen Dienst der Länder folgende Bereiche sein:

  • Allgemeine und innere Verwaltung
  • Steuerverwaltung
  • Justizvollzugs- und Verwaltungsdienst
  • Polizeivollzugsdienst
  • Archivdienst
  • Bibliotheksdienst
  • Forstdienst
  • Sozialversicherungsdienst

Beamte bei Behörden der Länder (gehobener technischer Dienst)

sind beispielsweise in den Obersten Landesbehörden (Ministerien, Senatsverwaltungen), bei Landes-Mittelbehörden oder bei Oberbehörden, die den Ministerien unmittelbar nachgeordnet und für das gesamte Landesgebiet zuständig sind, tätih. Landes-Mittelbehörden sind Landesämter für den Straßenbau, Statistische Landesämter. Ferner bestehen Ausübungsmöglichkeiten bei zahlreichen landesunmittelbaren Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts mit technischen Sonderaufgaben. Deren Zuständigkeit erstreckt sich über das Gebiet eines Landes hinaus, höchstens aber über das Gebiet von drei Ländern. Die Beamten nehmen in der Regel Sachbearbeiter-, Leitungs- und Führungsfunktionen ein. Die konkreten Aufgabenstellungen ergeben sich aus den jeweiligen Behörden, in denen die Beamten eingesetzt sind.

Polizeivollzugsbeamte im Bundesgrenzschutz (gehobener Dienst)

nehmen Führungs-, Stabs- oder Lehraufgaben innerhalb des Bundesgrenzschutzes wahr. Als einzeldienstlich organisierte Dienstzweige kommen beispielsweise die Grenzpolizei oder die Bahnpolizei in Frage. Daneben gibt es technisch orientierte Positionen im Informations- und Kommunikationswesen, Kraftfahrwesen, Waffenwesen, im Technischen Dienst, beim ABC-Schutz, bei den Flugdiensten, bei der Grenzschutzgruppe 9, beim Bundesgrenzschutz See oder beim Sanitätsdienst.

Beamte des gehobenen Dienstes der Schutzpolizei

werden in der Aus- und Fortbildung als Fachlehrer, Lehrgruppenleiter, Fortbilder oder Verhaltenstrainer eingesetzt. Daneben bestehen Einsatzmöglichkeiten bei der Bereitschaftspolizei als Zugführer oder Hundertschaftsführer, beim Einzeldienst oder Verkehrsdienst als Wachdienstführer oder Dienstgruppenleiter. Zur Ausübung von Spezialfunktionen, etwa bei der Wasserschutzpolizei oder der Hubschrauberstaffel, ist eine umfangreiche Spezialausbildung nötig.

Beamte in der Sozialversicherung (gehobener Dienst)

sind hauptsächlich bei den Landesversicherungsanstalten und bei den bundesunmittelbaren Sozialversicherungsträgern tätig. Dies sind soziale Versicherungsträger, deren Zuständigkeitsbereich sich über das Gebiet eines Landes hinaus erstrecken. Sie arbeiten beispielsweise für die Bundesanstalt für Arbeit, die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, die Künstler-Sozialkasse, die Bundesknappschaft oder die Bundesausführungsbehörde für Unfallversicherung.

Beamte bei der Steuerverwaltung (gehobener Dienst)

sind vor allem im Finanzamt tätig und können dort z.B. in der Veranlagungsstelle, Bewertungsstelle, Erbschafts- und Schenkungssteuerstelle, Grunderwerbssteuerstelle oder in der Vollstreckungsstelle eingesetzt werden. Im Außendienst befassen sie sich unter anderem mit der Betriebsprüfung. Außerdem bestehen Einsatzmöglichkeiten in der Oberfinanzdirektion, in Finanzministerien, in Bildungsstätten oder außerhalb der Steuerverwaltung der Länder im Landesrechnungshof, Bundesrechnungshof oder im Bundesministerium der Finanzen.

Beamte in der Wehrverwaltung des Bundes (gehobener technischer Dienst)

nehmen eine Vielzahl von Aufgaben mit großer Entscheidungsbefugnis innerhalb der Wehrverwaltung im gesamten Bereich der Bundesrepublik Deutschland wahr. Zusätzlich ist ein Einsatz im Ausland möglich. Tätigkeitsfelder sind vor allem die Bereiche Management, Messtechnik und Qualitätssicherung. Daneben bestehen Ausübungsmöglichkeiten in den Bereichen logistische Betreuung des wehrtechnischen Gerätes, Wehrbereichsverwaltungen (Betriebsschutz und Betriebstechnik) sowie im Bereich Umweltschutz. Denkbar wäre auch eine Lehrtätigkeit im Rahmen der Aus- und Fortbildung.

Beamte bei der Zollverwaltung (gehobener nichttechnischer Dienst)

arbeiten als Sachbearbeiter, Betriebsprüfer und Sachgebietsleiter bei Hauptzollämtern, Zollfahndungsämtern und Oberfinanzdirektionen. Darüber hinaus werden sie in besonderen Einrichtungen der Zollverwaltung, etwa beim Zollkriminalamt, in den Zolltechnischen Prüfungs- und Lehranstalten, in den Rechenzentren oder den Zentralstellen. Die Beamten sind oft auch im Außendienst tätig.

Voraussetzungen für den gehobenen Dienst

In den Vorbereitungsdienst des gehobenen nichttechnischen Dienstes kann eingestellt werden, wer die Fachhochschulreife, eine andere zu einem Hochschulstudium berechtigende Schulbildung oder einen hochschulrechtlich als gleichwertig anerkannten Bildungsabschluss besitzt.

Als Zulassungsvoraussetzung für die Laufbahn des gehobenen technischen Dienstes gilt ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium. In Frage kommen beispielsweise Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Maschinenbau oder Verfahrenstechnik. Für die Zulassung zu Laufbahnen besonderer Fachrichtungen ist darüber hinaus eine mehrjährige Berufspraxis erforderlich.

Außerdem sind von den Bewerbern die beamtenrechtlichen Voraussetzungen zu erfüllen.

Zusätzlich müssen je nach Ausbildungsbereich bestimmte persönliche oder körperliche Anforderungen erfüllt werden: Nacht- und Schichtdiensttauglichkeit bei Anwärtern für den gehobenen Dienst der Zollverwaltung. Tropentauglichkeit bei Anwärtern für den gehobenen auswärtigen Dienst. Nachweis von technischen Kenntnissen bei Anwärtern für den gehobenen Technischen Dienst. In den meisten Bereichen gelten zudem bestimmte Altersgrenzen.

Bewerbungsverfahren

Die Ausbildungsplätze für eine Laufbahn im gehobenen Dienst werden üblicherweise von den Behörden in der Tagespresse ausgeschrieben oder können im Internet der Website der jeweiligen Behörde entnommen werden. Sie werden über ein Auswahlverfahren vergeben.

Auf der Internetseite www.bund.de gibt es eine Jobbörse mit Stellenangeboten im öffentlichen Dienst. Interessenten können sich auch auf einen E-Mail-Verteiler setzen lassen. Die Newsletter-Abonnenten werden laufend über aktuelle Stellenangebote informiert.

In der Regel ist die schriftliche Bewerbung unmittelbar an die jeweiligen Einstellungsbehörden zu richten.

Bewerber für den gehobenen auswärtigen Dienst müssen im Auswahlverfahren hinreichende Kenntnisse der englischen Sprache oder einer anderen Amtssprache der Vereinten Nationen (Französisch, Spanisch, Russisch, Arabisch, Chinesisch) nachweisen. Der Einstellung in die Gewerbeaufsichtsverwaltung geht meistens eine allgemeine Beratung und Eignungsprüfung voraus.

Die genauen Bewerbungsmodalitäten sollten im Einzelfall bei der jeweiligen Einstellungsbehörde erfragt werden.

Ausbildung

Bewerber, die sich für eine Verwaltungslaufbahn des gehobenen nichttechnischen Dienstes bei Bundes-, Landesbehörden oder Kommunen entscheiden, besuchen interne Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung, so genannte Beamtenfachhochschulen. Nach Abschluss des Studiums steht ihnen der Weg für eine gehobene Beamtenlaufbahn und damit eine Tätigkeit im Bereich des "mittleren Managements" offen. Die Fachhochschulausbildung unterscheidet sich vom Studium an allgemeinen Fachhochschulen insbesondere dadurch, dass die Studierenden in einem Beamtenverhältnis auf Widerruf stehen. Für Schleswig-Holstein erfolgt die Ausbildung nicht mehr in einem Beamtenverhältnis auf Widerruf, sondern in einem Angestellten- bzw. privatrechtlichen Ausbildungsverhältnis.

Den Studenten wird ein breites Wissen vermittelt. Sie erhalten bereits während ihres Studiums ein festes Netto-Gehalt von monatlich etwa 750 Euro.

Die Ausbildung dauert im gehobenen nichttechnischen Dienst in der Regel drei Jahre und unterteilt sich in Fachstudien- und berufspraktische Studienzeiten. In der Regel gliedert sich die Ausbildung in ein Grund- und ein Hauptstudium. Im Grundstudium, das mit dem Bestehen der Zwischenprüfung abgeschlossen ist, werden allgemeine, für die Beamtenlaufbahn relevante Inhalte vermittelt. Im Hauptstudium richtet sich der Lehrplan an den fachlichen Erfordernissen der jeweiligen Laufbahn aus. Die Inhalte aus dem Grundstudium werden erweitert und durch fachrichtungsspezifische Anteile vertieft. Die Ausbildung wird im Vollzeitstudienbetrieb durchgeführt. Es gibt daher keine Semesterferien. Während der gesamten Ausbildungszeit besteht Präsenzpflicht. Die Fachhochschule verleiht ihren Absolventen einen akademischen Grad. Absolventen können den Titel Diplom-Verwaltungswirt/in (FH) führen.

Seit einigen Jahren zeichnet sich die Entwicklung ab, dass für einzelne Studiengänge an allgemeinen Fachhochschulen ausgebildet wird. Die verwaltungsinterne Ausbildung wurde in diesen Studiengängen also aufgegeben. Beispiele hierfür sind die Laufbahnausbildungen für den gehobenen Bibliotheks- und Dokumentationsdienst, Forstdienst und allgemeinen Verwaltungsdienst in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Bremen.

Im gehobenen technischen Dienst dauert der Vorbereitungsdienst üblicherweise zwischen ein und zwei Jahren. Dies hängt davon ab, inwieweit praktische Tätigkeiten angerechnet werden können.

Theoretische Ausbildung

Durch die theoretische Fachhochschulausbildung sollen den Anwärtern wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden vermittelt werden, die zur Erfüllung ihrer Aufgaben notwendig sind. Der erste Ausbildungsabschnitt ist überwiegend fachrichtungsübergreifend gestaltet; Studiengebiete sind z.B.: Staats- und verfassungsrechtliche Grundlagen des Verwaltungshandelns, allgemeine rechtliche Grundlagen der Aufgabenerfüllung, Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft. Die weiteren Studienabschnitte sind fachrichtungsbezogen ausgerichtet.

Im gehobenen technischen Dienst ist die Ausbildung u.a. in den Fachrichtungen Hochbau, Bauingenieurwesen, Architektur, Maschinenbau, Elektrotechnik, Versorgungstechnik, Feuerwehrtechnik, Kraftfahr- und Gerätewesen, Waffen- und Munitionswesen, Informationstechnik und Elektronik möglich.

Praktische Ausbildung

Im gehobenen nichttechnischen Dienst folgt jedem Hochschulblock ein praktischer Einsatz in einem der Ämter. Das berufspraktische Studium dient der Einführung in das Berufsfeld des gehobenen Dienstes sowie der Vertiefung des in den Fachstudien erworbenen Wissens. Durch die Praktika erwerben die Beamtenanwärter Kenntnisse in den wesentlichen Aufgaben der jeweiligen Dienststelle. Dabei geht es vor allem um die Anwendung von Rechts- und Verwaltungsvorschriften sowie um die richtige Umsetzung von Arbeitstechniken. Die Anwärter lernen in dieser Zeit beispielsweise, wie eine Behörde aufgebaut ist und welche Aufgaben sie erfüllt. Außerdem erfahren sie, wie Arbeitsabläufe gesteuert, Informationen gewonnen, aufbereitet und verarbeitet werden. Außerdem bekommen sie in dieser Zeit die Möglichkeit, Kontakte zum Bürger und verwaltungsinterne Beziehungen zu knüpfen.

Prüfungen im gehobenen Dienst

Zum positiven Abschluss des Studiums gehört zunächst einmal das Erbringen von Leistungsnachweisen durch(studienbegleitende Prüfungen. Wie diese fließen auch die Leistungen der Zwischenprüfung sowie diejenigen aus den Praktika in das Gesamtergebnis des Diploms sowie der Laufbahnprüfung mit ein.

Am Ende des Studiums steht die Laufbahnprüfung für den gehobenen Dienst. Gegenstand dieser Prüfung sind Ausbildungsinhalte des Vorbereitungsdienstes. Die Laufbahnprüfung selbst gliedert sich in drei Teile:

  • die schriftliche Prüfung in sechs Kern-Fächern
  • die mündliche Prüfung am Ende der Ausbildung
  • die Diplomarbeit während der beiden letzten Ausbildungsabschnitte

Mit bestandener Prüfung erlangen die Absolventen neben dem akademischen Grad die Laufbahnbefähigung für ihre Fachrichtung.

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Leider ist der Abschnitt über Beamte des gehobenen Dienstes bei der Deutschen Bundesbank veraltet, die aufgeführten Tätigkeiten existieren zum Teil gar nicht mehr.