Lexikon
Goethe
Ausbildung und literarische Anfänge
Goethe erhielt zunächst von seinem Vater im elterlichen Haus am Frankfurter Großen Hirschgraben eine vielseitige Erziehung, die neben dem Elementarunterricht auch eine Einführung ins Italienische umfasste. Später wurde er durch Hauslehrer in den Naturwissenschaften, in Mathematik, Fremdsprachen (Latein, Griechisch, Englisch, Französisch, Hebräisch), aber auch im Klavierspielen, Reiten und Fechten unterrichtet. Im Alter von sechzehn Jahren begann Goethe Jura in Leipzig zu studieren (1765–1768) und legte in Straßburg (1770/71) die Lizenziatenprüfung ab. In Leipzig entstanden sein rokokohaftes Schäferspiel „Die Laune des Verliebten“ (gedruckt 1779), das anakreontische Liederbuch „Annette“, in denen sich seine Liebe zu Kätchen Schönkopf spiegelt, und die Oden (und Briefe) an seinen Freund E. W. Behrisch. In Straßburg begeisterte er sich unter dem Einfluss J. G. Herders für Homer, Pindar, Shakespeare, für die gotische Baukunst und das Volkslied; er lernte J. M. R. Lenz kennen und verliebte sich in F. Brion, der Tochter des Pfarrers von Seesenheim. Die ihr gewidmeten Seesenheimer Lieder (u. a. „Willkommen und Abschied“, „Mailied“) entsprachen dem neuen, empfindsamen lyrischen Ton.
Wissenschaft
Einsteins Spuk
In der mysteriösen Quantenwelt scheinen sich Orte und Entfernungen aufzulösen – und damit vielleicht sogar die ganze im Alltagsleben vertraute Wirklichkeit. von RÜDIGER VAAS Gleich am Anfang des ersten Kapitels seiner Einstein-Biografie „Raffiniert ist der Herrgott …“ erinnert sich Abraham Pais an einen Spaziergang im US-...
Wissenschaft
Elternschaft hält das Gehirn jung
Kinder halten jung. Diese These bestätigt sich auch beim Blick ins elterliche Gehirn: Je mehr Kinder eine Person aufgezogen hat, desto stärker sind die funktionellen Netzwerke in ihrem Gehirn miteinander verknüpft. Während die Konnektivität im Gehirn auch bei Eltern mit dem Alter nachlässt scheinen Kinder dieser Hirnalterung in...