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wissen.de Artikel

Schöne Bescherung

Gaben aus zwei Jahrhunderten

Den Wandel der Weihnachtsgaben vom ältesten Geschenk um 1800 bis heute dokumentiert eine Sonderausstellung des Stadtmuseums Berlin vom 3. Dezember bis zum 7. Januar.

Stadtmuseum Berlin. Bis ins 18. Jahrhundert wird Weihnachten, das „Fest der Geburt Christi“, vorwiegend kirchlich begangen. Seit dem 17. Jahrhundert entwickeln sich in Deutschland zunächst in den wohlhabenden Kreisen weihnachtliche Brauch- und Dekorationsformen, die bis heute unser Weihnachtsfest bestimmen.

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wandelt sich Weihnachten mehr und mehr vom religiösen Fest zum Familienfest, bei dem die Geschenke eine immer größere Rolle spielen. Doch dauert es fast ein Jahrhundert, bis diese Art der Feierlichkeit auch in den Häusern der meisten Familien üblich wird.

Seitdem gehören das Aufstellen der Krippe, der Besuch der Christmesse, der geschmückte Weihnachtsbaum und Geschenke sowie ein besonderes Weihnachtsessen zu den Bestandteilen eines traditionellen Weihnachtsfestes. Inzwischen nehmen viele Menschen Weihnachten zum Anlass, sich materielle Wünsche zu erfüllen.

Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stehen bis heute die Kinder, die mit Gaben bedacht werden. Ihre Geschenke haben sich im Laufe der Jahrzehnte verändert, die Wünsche sind anspruchsvoller und in der Regel umfangreicher geworden.

Ließen vor 100 Jahren die Dampfmaschine, der Petroleum-Kochherd oder ein Buch jedes Jungen- oder Mädchenherz schneller schlagen, freute sich die Generation unserer Großeltern über das erste Blechauto, den Kaufladen oder eine Schallplatte. Für unsere Eltern war das ferngelenkte Auto, die sprechende Puppe oder ein Walkman ein Weihnachtstraum. Derzeit steht auf den Wunschzetteln der Kinder: Playmobil, Mountainbike, CD´s, Game Boy, Handy, PlayStation, DVD-Player, Fernseher, MP3-Player, Computer, Marken-Klamotten, eigenes Bankkonto, Geld, Führerschein...

Die Ausstellung erzählt aber auch unterschiedliche Weihnachtsgeschichten und –erlebnisse von Berliner Kindern. Ihr Spielzeug wird aus der Anonymität geholt und wieder zum Leben erweckt: Die Puppe Mimi von 1898, der Puppenmantel für Ursulas Püppchen aus den 30er Jahren oder die Puppenstube für Margitta aus den 50er Jahren, der vom Vater selbstgebaute Doppelstockbus für Ulf aus den 40er Jahren, der alte Kaufmannsladen für die Brüder Joachim und Winfried oder der ferngelenkte Kran für Dennis aus den letzten Jahren sind nur einige Objekte, die zur Weihnachtszeit im Ephraim-Palais präsentiert werden und zur Reflexion über den Weihnachtsbrauch des Schenkens einladen.

In der Berliner Ausstellung singt der Weihnachtsmann Weihnachtslieder mit den Kindern, befragt sie nach ihren Wünschen und unterhält sich mit Zeitzeugen. Einige Zeitzeugen, von denen persönliche Weihnachtsgeschenke ausgestellt sind, werden anwesend sein und ihre Lebenserinnerungen erzählen.

Die Kinder, natürlich auch Erwachsene, haben die Möglichkeit, Wunschzettel in Sütterlinschrift zu verfassen.

Es können Schachteln und Sterne aus buntem Papier oder Stroh gebastelt werden.

„Märchenkekse“ mit eingebackenen Textschnipseln werden wie Lose von den Kindern gezogen und müssen erraten werden.

Anschließend liest der Weihnachtsmann das komplette Märchen vor während die Kinder die Kekse vernaschen.

Zur Bildergalerie

Ephraim-Palais | Stadtmuseum Berlin
Poststraße 16 | 10178 Berlin
Tel. (030) 24002-121
Öffnungszeiten: Di; Do–So: 10–18 Uhr | Mi: 12–20 Uhr | Mo: geschlossen
Eintritt: 5,00 Euro / ermäßigt 3 Euro
www.stadtmuseum.de

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