Lexikon
Rollenspiele
Genre von Computerspielen, bei dem die Spieler in verschiedene Rollen schlüpfen und in dieser Gestalt Abenteuer (sog. Quests) in fantastischen Anderswelten erleben. Die Computer-Rollenspiele entwickelten sich aus bereits bestehenden traditionellen Brettspielen und greifen deshalb auch oft auf die deren komplexe Regelsysteme zurück. Die Figurenrollen können entweder relativ festgelegt sein (Charaktere) oder sind als Repräsentation der realen Spielerperson freier gestaltbar (Avatare); in beiden Fällen entstammen sie jedoch meist der Fantasy-Welt (z. B. Helden, Zauberer; Krieger, Kämpferinnen, Schurken). Im Laufe eines Computer-Rollenspiels muss der Spieler einen oder mehrere Charaktere bzw, seinen Avatar durch eine Vielzahl von Aufgaben leiten, die der Figur Erfahrungspunkte bringen. Bei einer gewissen Anzahl von Erfahrungspunkten steigt der Charakter eine Stufe auf und verbessert seine Werte, wie z. B. seine Körperkraft oder Intelligenz. Der Spieler darf beim Erreichen einer neuen Stufe einige Werte des Charakters selbständig erhöhen und kann damit die Figurenentwicklung steuern. Erfahrungspunkte können entweder durch das Lösen kniffliger Aufgaben, durch charaktertypisches Verhalten (in der Interaktion) oder durch das Bekämpfen von Gegnern erreicht werden. Neben den gesteigerten Attributen sind es, ähnlich wie beim Adventurespiel, die besseren Gebrauchsgegenstände (Items) wie Waffen oder Rüstungen, die eine Spielfigur vor allem in Kampfsituationen überlebensfähiger machen. Der Computer verkörpert, quasi als Spielleiter, zusätzlich die Welt, in der sich die Figuren bewegen, und übernimmt die Rolle aller fest vorgegebenen Personen und Kreaturen, denen die Spieler bei ihren Abenteuern begegnen.
Wissenschaft
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