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Armin Mueller-Stahl: Rollenspiel

Grimme-Preis für eine Meisterleistung

“Die Flocken flogen ihm massenweise ins Gesicht und schmolzen dort, so dass es erstarrte. Sie flogen ihm in den Mund, wo sie mit schwach wässerigem Geschmack zergingen, flogen gegen seine Lider, die sich krampfhaft schlossen, überschwemmten die Augen und verhinderten jede Ausschau ... Es war das Nichts, das weiße wirbelnde Nichts, worein er blickte, wenn er sich zwang zu sehen.“
Ähnlich schwammig, ähnlich vernebelt wie für Hans Castrop, dem Protagonisten im Zauberberg, mag auch Armin Mueller-Stahls Blick für den überlebensgroßen Thomas Mann gewesen sein, den er in Heinrich Breloers Dreiteiler, Die Manns, so brillant spielte. Eine Meisterleistung, die dem inzwischen 70-Jährigen im März zu Recht einen Grimme-Preis einbrachte, lief doch Mueller-Stahls Mann-Inszenierung nie Gefahr, zu einer verklärten Hommage an den Dichterfürsten zu verkommen.

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