Wissensbibliothek
Was steckt hinter der Konstantinischen Schenkung?
Eine Fälschung. Weil er ihn von der Lepra geheilt und zum Christentum bekehrt hatte, soll Kaiser Konstantin Papst Sylvester I. nicht nur den späteren Kirchenstaat mit Lateran, Rom und Umgebung geschenkt, sondern ihm auch den Vorrang der West- gegenüber der Ostkirche und zusätzlich die Überlegenheit der geistlichen über die weltlichen Würdenträger bestätigt haben. Auf wundersame Weise erschien um 850 ein entsprechendes Dekret, wurde von da an weiter überliefert und wichtig für das Verhältnis von Staat und Kirche. Erst 1440 konnte die Donatio Constantini endgültig als Fälschung entlarvt werden. Ein rabenschwarzer Tag für die katholische Kirche!
Urzeitlicher Entwicklungsschub der Eukaryoten
Vor etwa 1,8 Milliarden Jahren entstanden die ersten Organismen mit Zellkern, die Eukaryoten. Wie ihre frühe Entwicklung verlief, war allerdings bislang weitgehend unklar. Anhand einer umfassenden Analyse der verfügbaren Fossilien haben Forschende nun ein Diagramm des Lebens erstellt, das für fast zwei Milliarden Jahre zeigt, wie...
Magnonen, Ionen und künstliche Synapsen
Wenn zum Rechnen nicht mehr Elektronen durch Chips fließen, sondern Materialien selbst die nötigen Aufgaben bewältigen, führt der Weg zum neuromorphen Computer. von KAI DÜRFELD Ionen wandern durch winzige Käfige, bleiben hängen, lösen sich wieder und hinterlassen Spuren. Auf diese Weise entsteht Gedächtnis aus Materie. Das...