Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

wehen

we|hen
V.
1
I.
o. Obj.
1.
hat geweht; von der Luft, dem Wind
in Bewegung sein;
ein kühler Lufthauch weht ins Zimmer; der Wind weht ums Haus, weht von Norden; weht stark; also daher weht der Wind!
übertr.
also das steckt dahinter, das ist der eigentliche Grund!;
er weiß, woher der Wind weht
übertr., ugs.
er weiß, was los ist;
auch unpersönl., mit „es“
es weht
ein Wind geht
2.
ist geweht
vom Wind getragen werden;
der Schnee weht vom Dach, weht mir ins Gesicht; ein Blatt Papier wehte mir vor die Füße; ein Duft von frischem Kuchen weht durchs Haus, wehte mir in die Nase; der Ton einer Geige wehte bis zu uns
3.
hat geweht
vom Wind bewegt werden;
auf dem Turm weht eine Fahne; ihr Haar weht (im Wind); mit ~den Rockschößen eilen
scherzh.
II.
mit Akk.; hat geweht; vom Wind
tragen, treiben;
der Sturm weht die Blätter von den Bäumen; der Wind weht mir die Haare, den Schnee ins Gesicht
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