Lexikon
Paulus
Die haben sich da absolut formgerecht übergeben. Denn im anderen Falle stellt man sich zusammen, bildet einen Igel und schießt mit der letzten Patrone sich selbst tot. Wenn man sich vorstellt, dass eine Frau Stolz hat, dass sie, weil sie nur ein paar beleidigende Worte hört, hinausgeht, sich einsperrt und sich sofort totschießt, dann habe ich vor einem Soldaten keine Achtung, der in Gefangenschaft geht. ...
Mit tut es darum so weh, weil das Heldentum von so vielen Soldaten von einem einzigen charakterlosen Schwächling ausgelöscht wird - und das wird der Mann jetzt tun. Sie müssen sich vorstellen: er kommt nach Moskau hinein, und stellen sie sich den 〉Rattenkäfig〈 vor! Er wird Geständnisse machen, Aufrufe machen. Sie werden sehen: sie werden jetzt den Weg der Charakterlosigkeit bis nach unten gehen, bis in die tiefste Niederung. Da kann man auch sagen: da zieht eine böse Tat fortzeugend immer neues Böses nach sich.
... Aber bei Soldaten ist das Primäre immer die charakterliche Haltung, und wenn wir das nicht hineinbringen, wenn wir nur reine Intellektakrobaten und -athleten, Geistesathleten heranzüchten, dann werden wir niemals das Geschlecht bekommen, das wirklich allein den großen Schlägen des Schicksals standzuhalten vermag. Das ist entscheidend. ...
Ja, man muss tapfere, kühne Leute nehmen, die auch (ihr Leben einzusetzen) bereit sind, wie jeder Soldat sein Leben einsetzt. Was heißt das: 〉Leben〈?... der Einzelne muss ja sterben. Was über den einzelnen leben bleibt, ist ja das Volk. Aber wie einer davor Angst haben kann, vor dieser Sekunde, mit der er sich aus der Trübsal (befreien kann, wenn ihn nicht) die Pflicht in diesem Elendstal zurückhält! ...
Dann [gegenüber der Öffentlichkeit] müsste man sich auf den Standpunkt stellen, dass auch die Stäbe bis zum letzten gekämpft haben, und dass sie nur, wenn sie verletzt und überwältigt worden sind, der Übermacht erlegen (und in Gefangenschaft) geraten sind. ... Man muss überhaupt sagen: Das war überhaupt gar keine Kapitulation, das war Überwältigung.
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