Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Gleichberechtigung
Gleich|be|rech|ti|gung〈〉
f.
, –
, nur Sg.
rechtliche Gleichstellung
Gleichberechtigung:
Dieses Wort hat im Lauf der Zeit einen Konnotationswandel erfahren. Der ursprünglich politisch gemeinte Begriff geht zurück auf das Ideal der Gleichheit in der Französischen Revolution von 1789 und zielt auf die Einebnung der damals geltenden Standesunterschiede. In Deutschland wurde der Ausdruckzum ersten Mal 1848 von dem Schriftsteller Friedrich Hebbel verwendet, der über die „Gleichberechtigung aller Völker“ schrieb. Seither wurde es im politischen Sprachgebrauch oft benutzt, zum Beispiel war von derDeutschlands die Rede oder derjenigen der Konfessionen. Um 1900 nahm die Frauenbewegung den Begriff auf, um die gesellschaftliche Gleichstellung von Mann und Frau zu fördern. Diese Bedeutung ist heute die dominierende. Gleichberechtigung wurde zu einem Schlagwort der Emanzipationsbewegung. Allerdings findet sich der Begriff seit dem Zweiten Weltkrieg auch im Zusammenhang mit Minderheiten, wenn etwa von derder Schwarzen in den Vereinigten Staaten von Amerika die Rede ist.
Wissenschaft
Signale aus der Tiefe
Im Untergrund der Eifel geht es nicht so ruhig zu, wie es scheint. Geophysiker schätzen die Gefahr eines Vulkanausbruchs mithilfe zahlreicher Messmethoden ein. von KLAUS JACOB Wer in die Eifel fährt, denkt kaum an ein aktives Vulkangebiet. In dem Gebirge westlich von Koblenz gibt es keinen beeindruckenden Vulkankegel wie den Ätna...
Wissenschaft
Kino im Kopf
Können Forscher und Philosophen das Rätsel des Bewusstseins entschlüsseln? Text: TOBIAS HÜRTER Illustrationen: RICARDO RIO RIBEIRO MARTINS Stellen Sie sich ein Wesen vor, das exakt so aussieht wie Sie, sich exakt so bewegt und so spricht wie Sie. Mit einem Unterschied: Diesem Wesen fehlt das innere Kino, das Sie in jedem wachen...