Daten der Weltgeschichte
14. 9. 1996
Bosnien-Herzegowina
Bei den ersten gesamtbosnischen Präsidenten- und Parlamentswahlen seit dem Ende des Bürgerkriegs erhalten die großen nationalistischen Parteien der Muslime, Kroaten und Serben die meisten Stimmen, stärkste politische Gruppe wird die vom bisherigen Staatschef Alija Izetbegović geführte muslimische Partei für Demokratische Aktion (SDA). Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) erklärt die Wahlen für gültig, obwohl sie unter erheblichen Unzulänglichkeiten und Unregelmäßigkeiten litten. Trotz des Schutzes durch die IFOR-Friedenstruppe und Transportbereitschaft für die Flüchtlinge innerhalb des Landes, die ihre Stimme in ihren Heimatorten abgeben mussten, wurde diese Möglichkeit nicht ausgiebig genutzt. Am 1. Dezember einigen sich die Parteien auf das neue dreiköpfige Staatspräsidium, dem je ein muslimischer, ein serbischer und ein kroatischer Repräsentant angehören: Izetbegoviç übernimmt den Vorsitz bis zu den in zwei Jahren vorgesehenen Neuwahlen.
»Das Standardmodell der Kosmologie muss korrigiert werden«
Die Physikerin Jenny Wagner über die aktuellen Schwierigkeiten, unser Universum zu verstehen. Das Gespräch führte RÜDIGER VAAS Frau Dr. Wagner, Sie sind Hauptautorin eines umfangreichen Übersichtsartikels in der renommierten Fachzeitschrift Classical and Quantum Gravity. Darin geht es um zahlreiche Beobachtungen, die im...
Leben nach dem Krebs
Die Zahl der sogenannten Cancer Survivors steigt. Doch die psychischen Folgen der Krebserkrankung beeinträchtigen die Betroffenen langfristig massiv. von DANIELA LUKAßEN-HELD In Deutschland leben rund 4,5 Millionen Menschen mit und nach einer Krebserkrankung. Mehr als 60 Prozent von ihnen sind nach Angaben des Deutschen...