Wissensbibliothek
Treibt der Waschbär auch bei uns sein Unwesen?
Ja, den Waschbären findet man auch in deutschen Wäldern, obwohl der Nordamerikanische Waschbär (Procyon lotor), der bekannteste der sieben Waschbärarten, in mehreren Unterarten von Südkanada bis Panama verbreitet ist. Charakteristisch für das fast fuchsgroße Tier sind der geringelte buschige Schwanz und die schwarze Gesichtsmaske.
Um 1930 wurden in Nordhessen einige Nordamerikanische Waschbären ausgesetzt, weitere entkamen aus Pelztierfarmen. Inzwischen hat sich der Waschbär in den Waldgebieten Deutschlands weit verbreitet. Allerdings wird man ihn nur selten zu Gesicht bekommen, da er überwiegend nachtaktiv ist und den Tag in seinem Versteck verschläft.
Als Kulturfolger findet man Waschbären auch in der Nähe menschlicher Siedlungen, wo sie sich durch das Ausräumen von Mülltonnen, Obst- und Geflügeldiebstähle unbeliebt machen. Auch Jäger und Naturschützer sehen den Neubürger nicht gern, da er Vogelnester plündert und ein Nahrungskonkurrent des heimischen Raubwildes ist. Doch wird sich das intelligente und anpassungsfähige Tier – von manchen als Bereicherung geschätzt – wahrscheinlich nicht mehr aus seiner neuen Heimat vertreiben lassen.
Glutamat-Produzent ist Mikrobe des Jahres 2025
Die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) hat das keulenförmige Bakterium Corynebacterium glutamicum zur Mikrobe des Jahres ernannt. Für die Industrie ist dieses Bakterium von hoher Bedeutung, da es tonnenweise nützliche Substanzen wie Aminosäuren und Proteine für Lebensmittel und Tierfutter produziert....
Gewitzte Gebäudehüllen
Fassaden sind inzwischen weit mehr als nur ein Schutz vor Wind und Wetter. Die Forscher statten sie mit immer mehr Aufgaben aus. von HARTMUT NETZ Wie die Fassade einem Gebäude zu einer klimapositiven Bilanz verhelfen kann, zeigt beispielhaft der Erweiterungsbau des Umweltbundesamts (UBA) in Dessau-Roßlau. Dreifach verglaste...