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Wachsen auf Wiesen und Weiden die gleichen Grasarten?

Nein, denn sie müssen – je nach ihrem Standort – unterschiedlichen Anforderungen genügen. Ob Sense oder Mähmaschine: Die Pflanzen einer Mähwiese müssen Schnitt gut vertragen. Wertvolle Arten sind beispielsweise Wiesengoldhafer (Trisetum flavescens), Glatthafer (Arrhenatherum elatius) oder Wiesenfuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis). Sie und einige andere Gräser liefern sehr gutes Viehfutter und werden zum Teil in verschiedenen Sorten gezüchtet und ausgesät. Weniger durch seine Futterqualität als vielmehr durch seinen Duft fällt auf Wiesen das Gewöhnliche Ruchgras (Anthoxanthum odoratum) auf. Es enthält Cumarin, das für den typischen Heuduft verantwortlich ist.

Weidegräser müssen dagegen das Kürzen der Stängel und Blätter durch Ziegen, Schafe oder Kühe aushalten. Allerdings kommt auf der Weide noch ein weiterer Aspekt hinzu: Die Pflanzen müssen Tritt dulden. Ein Gras, das diese Eigenschaft mitbringt und sich als hervorragendes Futtergras hervortut, ist das oft schlicht Lolch genannte Deutsche Weidelgras (Lolium perenne). Zusammen mit Weißklee (Trifolium repens), Wiesenkammgras (Cynosurus cristatus), Wiesenlieschgras (Phleum pratense) und wenigen anderen Pflanzenarten bildet es futterreiche, aber relativ artenarme Viehweiden aus. Eine ebenfalls bewährte Futterpflanze auf intensiv genutzten Weiden ist das Wiesenrispengras (Poa pratensis) aus der großen Gattung der Rispengräser. Sein kleiner Cousin, das Einjährige Rispengras (Poa annua), ist dank seiner Anpassungsfähigkeit mittlerweile in den meisten Teilen der Erde anzutreffen.

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