Wissensbibliothek
Wie wurde die Landwirtschaft intensiviert?
Im Laufe des Hochmittelalters wurden die Ackerflächen mehr als verdoppelt und die Besiedlung dadurch dichter. Der Getreideanbau wurde ausgedehnt, weil er eine bessere Ernährung der Bevölkerung gewährleistete als die Weidewirtschaft. Die Dreifelderwirtschaft, der Wechsel von Sommergetreide (Hafer, Gerste), Wintergetreide (Roggen, Dinkel) und Brache, brachte eine weitere Ertragssteigerung, weil nun nicht mehr die Hälfte, sondern nur noch ein Drittel der Ackerfläche zur Regeneration brachliegen musste. Das leistungsfähigere Pferd verdrängte den Ochsen als Zug- und Arbeitstier. Dreschflegel, Hufeisen und eisenbeschlagenes Wagenrad, Wasser- und Windmühle und andere Neuerungen bedeuteten weitere Verbesserungen. Der Ertrag konnte im Verhältnis zur Aussaat gesteigert werden, und neben Getreide wurden nun auch Weinreben, Flachs und Hanf angebaut.
Der Landesausbau, der seinen Anfang in der Île-de-France (Region um Paris) genommen hatte, erfasste weite Teile Europas und erreichte durch die (deutsche) Ostkolonisation (12.–14. Jahrhundert) auch die von Slawen bewohnten Gebiete Ostmitteleuropas.
Projektifizierte Forschung
Wer forscht, braucht Geld. Doch bevor Bund, Länder und EU oder die Deutsche Forschungsgemeinschaft eine Förderung bewilligen, müssen die Forscherinnen und Forscher sie mit Projektanträgen von ihren Themen überzeugen. Um Fördergelder zu bekommen, sind die Wissenschaftler folglich gezwungen, ihre Ideen und Vorhaben stets in...
In Ruhe alt werden
Manche Arten werden Hunderte Jahre alt. Andere überdauern nicht mal einen Tag. Warum ist das so? Und welche Faktoren bestimmen die Lebenserwartung? Von Rolf Heßbrügge Während das Leben der Eintagsfliege bereits wenige Tage nach ihrem Schlüpfen wieder endet, werden Grönlandhaie in den Tiefen des nördlichen Polarmeers um die 400...