Wissensbibliothek

Wie wurde die Landwirtschaft intensiviert?

Im Laufe des Hochmittelalters wurden die Ackerflächen mehr als verdoppelt und die Besiedlung dadurch dichter. Der Getreideanbau wurde ausgedehnt, weil er eine bessere Ernährung der Bevölkerung gewährleistete als die Weidewirtschaft. Die Dreifelderwirtschaft, der Wechsel von Sommergetreide (Hafer, Gerste), Wintergetreide (Roggen, Dinkel) und Brache, brachte eine weitere Ertragssteigerung, weil nun nicht mehr die Hälfte, sondern nur noch ein Drittel der Ackerfläche zur Regeneration brachliegen musste. Das leistungsfähigere Pferd verdrängte den Ochsen als Zug- und Arbeitstier. Dreschflegel, Hufeisen und eisenbeschlagenes Wagenrad, Wasser- und Windmühle und andere Neuerungen bedeuteten weitere Verbesserungen. Der Ertrag konnte im Verhältnis zur Aussaat gesteigert werden, und neben Getreide wurden nun auch Weinreben, Flachs und Hanf angebaut.

Der Landesausbau, der seinen Anfang in der Île-de-France (Region um Paris) genommen hatte, erfasste weite Teile Europas und erreichte durch die (deutsche) Ostkolonisation (12.–14. Jahrhundert) auch die von Slawen bewohnten Gebiete Ostmitteleuropas.

Oktopus
Wissenschaft

Unterschätzte Intelligenz

Studien zu Oktopussen und Krebsen zeigen: Auch wirbellose Tiere sind schlau – und empfindsam. von BETTINA WURCHE Im schlammigen Meeresboden gräbt ein Oktopus eine Kokosnussschale aus, klemmt sie sich unter die Arme und marschiert davon. Als er eine zweite Schale findet, setzt er sich hinein und zieht die andere als Dach über sich...

Rheuma, Medizin
Wissenschaft

Sieg über Rheuma in Reichweite

Hinter dem Begriff Rheuma stecken verschiedene Erkrankungen, von denen viele durch ein Fehlverhalten des körpereigenen Immunsystems ausgelöst werden. Sie lassen sich immer besser behandeln. von RAINER KURLEMANN Die klassische Rheumaerkrankung beginnt mit Schmerzen. Meistens bemerkt ein Patient die Entzündung zunächst durch...

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