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LEXIKON

2001 Odyssee im Weltraum

  • Deutscher Titel: 2001: Odyssee im Weltraum
  • Original-Titel: 2001: A SPACE ODYSSEY
  • Land: GB
  • Jahr: 1968
  • Regie: Stanley Kubrick
  • Drehbuch: Stanley Kubrick, Arthur C. Clarke
  • Kamera: Geoffrey Unsworth
  • Schauspieler: Keir Dullea, Gary Lockwood, William Sylvester
  • Auszeichnungen: Oscar 1969 für Spezialeffekte
Die Uraufführung von Stanley Kubricks Sciencefiction-Opus »2001: Odyssee im Weltraum« am 3. 4. 1968 in New York markiert einen Meilenstein für das Kino der kommenden Jahrzehnte. Der Regisseur präsentiert nach mehr als drei Jahren Produktionszeit in den Londoner Pinewood-Studios eine visuelle Reise, die ohne Vorbild ist. Die Genauigkeit der technischen Entwürfe viele Jahrzehnte später noch aktuell und die nahezu traumatisierende Wirkung der Bildeffekte setzen Maßstäbe für das Genre des fantastischen Films.
In vier Episoden, die über das Symbol eines rätselhaften außerirdischen Monolithen miteinander verbunden sind, erzählt Kubrick die Geschichte der Menschheit.
Am Anfang stehen Szenen aus der Vorgeschichte. Die Begegnung mit dem Monolithen bringt den Menschen der Vorzeit als Erste technische Errungenschaft das Feuer. Damit kommt auch Neid und Mord unter sie: Im Streit erschlägt einer den Gegner mit einem Knochen.
Das Bild der triumphierend in die Luft geschleuderten Waffe verwandelt sich in die Aufnahme einer Raumfähre, die in der nahen Zukunft einen Offizier zu einer erdnahen Raumstation bringt. Auf dem künstlichen Himmelskörper scheinen die Naturgesetze dem Menschen unterworfen. Doch Militärs und Wissenschaftler sind verunsichert: Auf dem Mond wurde der rätselhafte Monolith entdeckt. Diffus und unerklärbar kündigt sich eine Katastrophe an.
Jahre später gelangt ein Raumkreuzer, gesteuert von dem angeblich unfehlbaren Computer »Hal«, in die Nähe dieses Monolithen. Hals elektronische Intelligenz nimmt plötzlich absurd-bösartige Züge an: Unter scheinheiligen Rechtfertigungen führt der Computer den Tod beinahe der gesamten Besatzung herbei. Ein Astronaut wird bei dem Versuch, ihn zu entmachten, ins All geschleudert. Erst der letzte Überlebende kann nach einem dramatischen Verzweiflungskampf das Elektronenhirn ausschalten.
Für den einsamen Raumfahrer beginnt in dem führerlosen Schiff die eigentliche Odyssee: Durch einen hypnotisch blitzenden Lichttunnel bricht er in unbekannte Dimensionen vor. Bilder aus dem All vermischen sich mit persönlichen Erinnerungen und Visionen: Ein neuer leuchtender Planet in Form einer Fruchtblase mit einem Embryo erscheint vor seinen Augen; losgelöst von Raum und Zeit betritt der Astronaut ein Zimmer, in dem er selbst als Sterbender liegt.
Die visionären Bilder und die aufwändige Tricktechnik sind wegweisend für den Sciencefiction-Film. Besondere Berühmtheit erlangt der Tanz der Raumstation zu Walzerklängen und der dramaturgisch perfekte Musikeinsatz von »Also sprach Zarathustra« des deutschen Komponisten Richard Strauss (1864-1949).
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