Lexikon
Isolationịsmus
eine Richtung der amerikanischen Politik, die die Fernhaltung der USA von allen Streitigkeiten fremder Mächte, auch in Europa, verlangt; zuerst vertreten von T. Jefferson (1801) und J. Monroe; von T. W. Wilson später aufgegeben, aber nach der Teilnahme am 1. Weltkrieg wieder lebhaft propagiert. Der Isolationismus erreichte damit die Distanzierung der USA vom Versailler Vertrag und vom Völkerbund. Er wurde von F. D. Roosevelt in seiner Politik gegenüber dem nationalsozialistischen Deutschland erneut überwunden. Anstelle des Isolationismus ist während und nach dem 2. Weltkrieg ein starkes Engagement der USA im weltpolitischen Geschehen getreten, das sich heute in einem mehr oder minder offenen Interventionismus äußert.
Wissenschaft
Spracherwerb: Schon Kleinkinder nutzen Kontextinformationen
Ein Apfel, eine Banane, eine Orange und … eine Modi. Ohne das Wort „Modi“ zu kennen, können wir in diesem Zusammenhang vermuten, dass es sich ebenfalls um eine Frucht handelt. Doch wann entwickelt sich diese Fähigkeit bei Kindern? Eine Studie zeigt nun, dass Kleinkinder bereits mit 15 Monaten in der Lage sind, aus dem Kontext...
Wissenschaft
Der Todbringer
Süditalien verliert seine Olivenbäume, Mallorca seine Mandeln, Frankreich bangt um seinen Wein. Ein unsichtbarer Feind dringt nach Europa ein: das Bakterium Xylella fastidiosa. von ROMAN GOERGEN Die süditalienischen Landschaften sehen aus wie nach einem Feuer, doch es hat nicht gebrannt. In weiten Teilen Apuliens stehen...