Lexikon
Nordsee
Schleswig-Holstein: Satellitenaufnahme
Satellitenaufnahme von Schleswig-Holstein
Landsat-Bild der deutschen Nord- und Ostseeküste mit Elbmündung und Hamburg
© wissenmedia/DLR
Teilgebiete der Nordsee sind das Skagerrak im Osten mit Verbindung zur Ostsee, die Deutsche Bucht im Südosten und die Hoofden im Süden, die durch den anschließenden Ärmelkanal eine enge Verbindung zum Atlantik haben. Nach Norden öffnet sich die Nordsee trichterförmig zum Europäischen Nordmeer.
Die Salzgehalte der Nordsee betragen um 35 0/00, die durchschnittlichen Temperaturen schwanken zwischen 15 °C im Sommer und 6 °C im Winter (in der offenen Nordsee). Die Nordsee hat gebietsweise starke Gezeitenströme (bis zu 4 m/s im Pentland-Firth zwischen Schottland und den Orkney-Inseln) und. hohe Tidenhübe (bis zu 6,5 m in der Wash [englische Ostküste], 4,1 m in Wilhelmshaven). Deiche, Damm- und Schleusensysteme schützen besonders im Süden und Südosten vor Überflutung der flachen Küsten- und Flussmündungsgebiete durch die im Winter häufigen Sturmfluten. Durch Landgewinnung (z. B. IJsselmeer) wurde der Küstenverlauf stark verändert. Eine Vereinbarung über die staatliche Zuordnung des Festlandsockels der Nordsee wurde unter Erweiterung des deutschen Anteils („Entenschnabel“) 1971 getroffen.
Die Nordsee gehört zu den meistbefahrenen Meeren der Erde; Welthäfen sind London, Rotterdam, Hamburg, Amsterdam, Bremen und Antwerpen. Im Untergrund der Nordsee wurden Mitte der 1960er Jahre bedeutende Erdöl- und Erdgasvorkommen entdeckt. Die größten Felder liegen in der mittleren und nördlichen Nordsee, im britischen und im norwegischen Hoheitsgebiet. Die Nordsee gehört zu den am stärksten verschmutzten Meeresgebieten. Die Fischbestände (Schellfisch, Kabeljau, Hering, Scholle) sind stark rückläufig.
Nordsee: Erdöl- und Erdgasvorkommen
Nordsee: Erdöl- und Erdgasvorkommen
© wissenmedia
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