Lexikon

 

altạische Sprachfamilie

Sprachgruppe, die sich in die Hauptzweige Turksprachen (türkische Sprachen), mongolische Sprachen und ttungusische Sprachen gliedert; die Zugehörigkeit der koreanischen Sprache ist umstritten. Der Begriff altaische Sprachen geht auf die angenommene Urheimat der Sprecher, das Altai-Gebirge, zurück; heute kommen die rund 65 Einzelsprachen in einem weiten Gebiet der eurasischen Landmasse vor: von der Region an der mittleren Wolga und den türkischen Sprachinseln in Südosteuropa bis in den Fernen Osten (Mandschurei), ebenso in Klein- und Zentralasien, im mittleren und südlichen Sibirien sowie in weiten Teilen Nordchinas. Die altaischen Sprachen ähneln sich in ihrer Struktur (agglutinierend, einfacher Silbenbau, Vokalharmonie), eine genealogische Verwandtschaft ist aber nicht anzunehmen. Die älteste schriftliche Überlieferung stammt aus der Zeit um 700 n. Chr., die zweitälteste Schrifttradition besitzt das Uigurische (ab dem 8. Jahrhundert), das klassische Mongolisch ist seit dem 13. Jahrhundert schriftlich bezeugt.
 
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