Lexikon

Amazọnas

längster Strom Südamerikas mit dem größten Einzugsbereich der Erde (6,1 Mio. km2), 6437 km lang; entsteht aus den Hauptquellflüssen Marañón (entspringt in den peruanischen Anden) und Ucayali; windet sich – bis zur Mündung des Rio Negro Rio Solimões genannt – ostwärts durch das Amazonastiefland und mündet mit drei Hauptarmen in den Atlantischen Ozean; ausgeglichene Wasserführung, an der Mündung zwischen 100 000 und 120 000 m3/s; die Nebenflüsse werden unterschieden in humusführende, saure „Schwarzwasserflüsse“ (z. B. Rio Negro) aus dem westlichen Tiefland, lehmig-trübe „Weißwasserflüsse“ (z. B. Juruá, Purus, Rio Madeira) aus den Anden und ziemlich durchsichtige „Klarwasserflüsse“ (z. B. Tapajós, Xingu) aus dem Brasilianischen Bergland. Die Gezeitenwirkung macht sich in der Flutwelle der Pororoca bemerkbar. Für Seeschiffe ist der Amazonas bis 5000 t bis Manaus, bis 3000 t bis Iquitos befahrbar. – 1500 wurde der Amazonas von V. Y. Pinzón entdeckt, durch F. de Orellana von Ecuador aus erstmals befahren; S. Fritz zeichnete 1707 die erste Karte des Stroms.
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