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LEXIKON

Azren

portugiesisch Açores, auch Habichtsinseln, Gruppe von 9 portugiesischen Inseln im Atlantischen Ozean, die sich über 370 km Entfernung in drei Gruppen anordnen: im Osten São Miguel (Hauptstadt Ponta Delgada) und Santa Maria, in der Mitte Terceira, Pico, Faial, São Jorge und Graciosa, im Nordwesten Flores und Corvo, zusammen 2335 km2, 238 000 Einwohner; schwarzes vulkanisches Gestein (höchster Vulkan: Pico Alto, 2351 m) und heiße Quellen deuten auf ihren Ursprung; subtropisches Klima, oft stürmische Winde, ungleichmäßige Niederschläge, üppige Vegetation. Die Bevölkerung setzt sich aus den Nachfahren der portugiesischen, spanischen, flämischen und irischen Siedler sowie aus Schwarzen und Mulatten zusammen; Anbau von Getreide, Gemüse, Zitrusfrüchten, Tabak, Tee; Großgrundbesitz; Viehzucht (besonders Rinder); Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Herstellung von Textilien, Spitzen und Tonwaren; verwaltungsmäßig in drei Distrikte unterteilt, deren Hauptstädte, Ponta Delgada, Angra do Heroísmo und Horta, zugleich die wichtigsten Häfen sind; Fremdenverkehr; besondere Bedeutung als Flotten- und Luftstützpunkt (USA); starke Auswanderung. Die Azoren waren schon den Karthagern, Normannen und Arabern bekannt; 1431 von den Portugiesen wiederentdeckt, die mit der Besiedlung der unbewohnten Inseln begannen.
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