Lexikon
Beirut
[
Bayrutbaiˈru:t
]Hauptstadt und größter Hafen des Libanon, 1,5 Mio. Einwohner; Ausgangspunkt der Schnellstraße nach Damaskus und vieler Handelsstraßen, wichtiger Flughafen; zahlreiche Industriebetriebe; katholische, amerikanische und libanesische Universität, Bibliotheken und Museen.
Die wirtschaftliche Bedeutung Beiruts lag bis in die Mitte der 1970er Jahre vor allem im Handel, Transitverkehr und Finanzwesen. Infolge des libanesischen Bürgerkrieges (1975–1990) hat Beirut erheblich an Bedeutung verloren. Die Innenstadt wurde fast völlig zerstört, das Wirtschaftsleben kam nahezu zum Erliegen, viele Europäer und westliche Firmen haben die Stadt verlassen. Im Juli/August 1982 wurden große Teile des vorwiegend muslimischen Westbeiruts während der Belagerung der palästinensischen Freischärler durch israelische Truppen zerstört. Erst seit Anfang der 1990er Jahre konnte der Wiederaufbau Beiruts beginnen. – Ehemals phönizische und römische Handelsstadt, 1517–1918 türkisch, bis 1941 französische Mandatsherrschaft.
Beirut: Zerstörung
Zerstörung von Beirut
Beirut, das »Paris des Nahen Ostens«, wurde im Juli/August 1982 während der Belagerung der palästinensischen Freischärler durch israelische Truppen stark zerstört.
© Corbis/Bettmann/UPI
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