Lexikon
Berlin
Wirtschaft und Verkehr
Durch die Teilung hat Berlins wirtschaftliche Stellung sehr gelitten. Berlin ist aber noch immer die größte und vielseitigste Industriestadt Deutschlands, vor allem für Elektrotechnik, Maschinen, Bekleidung, optische und chemische Erzeugnisse, Fahrzeugbau, Möbel, Klaviere, Papier, Nahrungs- und Genussmittel. Grafisches Gewerbe und Verlagswesen sind ebenfalls stark vertreten. Das große Ausstellungsgelände am Funkturm macht Berlin zu einer der führenden deutschen Messestädte (Internationale Grüne Woche, Internationale Funkausstellung, Internationale Tourismus-Börse). Das benachbarte Internationale Congress Centrum (ICC, 1976–1979 erbaut) bietet Einrichtungen für Tagungen und Kongresse. Von wachsender Bedeutung ist der Tourismus; Berlin ist das beliebteste deutsche Städtereiseziel.
Als ehemaliger Brückenort an der Spree entwickelte sich Berlin im Lauf der Geschichte zum Sammelpunkt wichtiger Handelsstraßen und wurde der Verkehrsmittelpunkt insbesondere des nord- und mitteldeutschen Raums. Im Zentrum des märkischen Wasserstraßennetzes zwischen Elbe und Oder wurde Berlin zu einem bedeutenden Binnenhafen. Die Flughäfen Tempelhof (2008 geschlossen) und Tegel sowie Schönefeld machen die Stadt auch zu einem Luftverkehrszentrum. Schönefeld wird seit 2006 zum Großflughafen Berlin-Brandenburg International ausgebaut (voraussichtliche Inbetriebnahme 2011). Ganz Berlin ist von einem Autobahn- und einem Eisenbahnring umgeben. 2006 wurde der neue Berliner Hauptbahnhof (ehemaliger Lehrter Bahnhof) eröffnet. Dem öffentlichen Personennahverkehr dienen S-Bahn, U-Bahn und Busse, im ehemaligen Ostsektor auch Straßenbahnen. 1961–1989 waren durch die Berliner Mauer die Verkehrsverbindungen zwischen beiden Teilen der Stadt bis auf wenige Übergänge unterbrochen. Die Zusammenführung der getrennten Verkehrsnetze ist im Wesentlichen abgeschlossen.
- Einleitung
- Stadtbild
- Bevölkerung
- Kultur
- Kirche und Religion
- Wirtschaft und Verkehr
- Geschichte
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