Lexikon
Bestäubung
Übertragung des Blütenstaubs (Pollen); bei nacktsamigen Pflanzen direkt auf die frei liegende Samenanlage, bei bedecktsamigen auf die Narbe des Fruchtknotens. Wird der Pollen innerhalb einer zwittrigen Blüte übertragen und ist er befruchtungsfähig, spricht man von Selbstbestäubung (Autogamie). Meist findet die Bestäubung jedoch zwischen verschiedenen Blüten statt, entweder als Nachbarbestäubung (Geitonogamie) zwischen Blüten derselben Pflanze oder als Fremdbestäubung (Xenogamie) zwischen eingeschlechtigen Blüten, die auf verschiedene Pflanzen verteilt sind. Bei Fremdbestäubung ist der Befruchtungserfolg am größten. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind (Anemogamie, Windbestäuber), seltener durch Wasser (Hydrogamie), vorwiegend jedoch durch Tiere (Zoogamie). Daran sind mit einigen Ausnahmen nur Insekten (Entomogamie, Insektenblütler) und Vögel (Ornithogamie, Vogelblumen) beteiligt. Durch Blütenbau, Lage der Honigdrüsen und besondere mechanische Einrichtungen (Klemmfallenblumen, Pollinium) sind viele Blumen an bestimmte Tiere oder Tiergruppen angepasst, die oft nur allein die Bestäubung ausführen können.
Wissenschaft
Schutz vor Extremwetter
Hitzesommer und Überschwemmungen: Längst sind die Folgen des Klimawandels in Deutschland zu spüren. Doch mit naturnahen Maßnahmen können Städte, ländliche Gebiete und Küstenregionen geschützt werden. von JAN BERNDOFF Wer sich in Deutschland vor den Kapriolen des Klimawandels weitgehend sicher fühlte, musste in den letzten Jahren...
Wissenschaft
Leben und Tod auf fremden Welten
Astronomen fahnden nach Bio- und Technosignaturen in den Atmosphären von Exoplaneten. von RÜDIGER VAAS Zurzeit nimmt 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ein Teleskop seine Arbeit auf, das weiter ins Weltall spähen kann als alle Sternwarten zuvor in der Menschheitsgeschichte: das nach einem früheren NASA-Administrator...