Lexikon
Bettelorden
Mendikantenim 13. Jahrhundert entstandene Form des Mönchtums, die das Gebot der Armut in den Vordergrund stellt. Die Bettelorden gehen über die Forderung, auf persönlichen Besitz zu verzichten, hinaus, indem sie auch für ihre Gemeinschaften jeglichen Besitz ablehnen. Die Ordensmitglieder bestreiten ihren Lebensunterhalt durch Arbeit und Erbetteln von Almosen. Die durch Beschränkung des Chordienstes gewonnene Zeit nutzen sie für Seelsorge und Volksmission; die Bindung an ein bestimmtes Kloster wurde aufgegeben. Unter den „vier Bettelorden“ des Mittelalters versteht man die Dominikaner, Franziskaner (mit den Abspaltungen der Konventualen und Kapuziner), Karmeliter und Augustiner-Eremiten; später zählte man u. a. noch die Serviten und Mercedarier hinzu.
Wissenschaft
Geerbter Schutz
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Wissenschaft
Fernsehen im Kopf
Stundenlang in Fantasiewelten versinken – das klingt harmlos. Doch das maladaptive Tagträumen ist so exzessiv und zwanghaft, dass es das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen kann. von CHRISTIAN WOLF Schon als junges Mädchen verbrachte Jayne Bigelsen unzählige Stunden damit, in ihrem Kopf „fernzusehen“. Heute erinnert sich...