Lexikon

Brandt

Politische Laufbahn

Brandt begann politisch in der Sozialistischen Arbeiterjugend und Sozialistischen Arbeiterpartei (Mitglied seit 1931). 1933 emigrierte er nach Norwegen und 1940 nach Schweden. Er war als politischer Journalist und in der norwegischen Widerstandsbewegung tätig (unter dem Namen Willy Brandt). Nach Kriegsende kehrte Brandt als Berichterstatter skandinavischer Zeitungen und als Presseattaché der norwegischen Militärmission in Berlin nach Deutschland zurück und ließ sich 1948 wieder einbürgern.
Brandt wurde 1948 zum Vertreter des SPD-Vorstands in Berlin gewählt, war 19491957 MdB, 19501957 Mitglied, seit 1955 Präsident des (West-) Berliner Abgeordnetenhauses, 19571966 Regierender Bürgermeister von Berlin (West), 19581962 auch Vorsitzender der Berliner SPD und 19641987 Parteivorsitzender (danach Ehrenvorsitzender) der SPD. Bei den Bundestagswahlen 1961 und 1965 war er (erfolgloser) Kanzlerkandidat. 1966 („große Koalition“) wurde Brandt Stellvertreter des Bundeskanzlers K. G. Kiesinger und Bundesminister des Auswärtigen. 19691974 war Brandt Bundeskanzler einer SPD/FDP-Koalitionsregierung. 19761992 war er Präs. der Sozialist. Internationale, 19771979 leitete er die „Unabhängige Kommission für internationale Entwicklungsfragen“ (Nord-Süd-Kommission).
  1. Einleitung
  2. Politische Laufbahn
  3. Architekt der Ostpolitik
  4. Das Ende der Kanzlerschaft
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