Lexikon
Brutpflege
die Sorge der Alttiere um ihre Nachkommenschaft (im Gegensatz zur Brutfürsorge), primär die Fütterung und der Schutz vor Fressfeinden. Man unterscheidet ausgesprochene Vater- und Mutterfamilien (z. B. Bären). Häufiger ist Brutpflege durch Arbeitsteilung unter den Geschlechtspartnern (Buntbarsche, Affen, Singvögel): Während der eine Partner den Nachwuchs führt, übernimmt der andere die Verteidigung oder trägt Futter herbei. Bei Herdentieren (Herde) beschützt oft ein Männchen mehrere Weibchen und deren Junge (Seelöwe). Bei hoch entwickelten Insekten ist im Rahmen der Arbeitsteilung die Brutpflege bestimmten Gruppen oder Altersstadien überlassen (Jungbienen z. B. putzen die Kammern und füttern die Larven). Bei zu großer Bevölkerungsdichte kann eine Vernachlässigung der Brutpflege auftreten (Ratten, Feldmäuse).
Gebirgsstelzen: Jungvögel
Gebirgsstelzen: Jungvögel
Beide Eltern füttern bei den Stelzen - wie hier bei den Gebirgsstelzen - die Jungen.
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
Bisons
Bisons
Mehrere Rinderarten besitzen - wie der abgebildete Bison - einen mächtigen Muskelkamm auf der Schulter. Heute leben in Europa und Nordamerika nur noch kleine Restbestände an Wildrindern.
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Schädlingsbekämpfung nach natürlichem Vorbild
Angesichts des steigenden Nahrungsbedarfs der wachsenden Weltbevölkerung kommen in der Landwirtschaft weltweit mehr und mehr chemische Pestizide zum Einsatz. Doch viele Pflanzenschädlinge werden mit der Zeit gegen die gängigen Mittel resistent. Forschende haben nun eine Alternative entwickelt, die sich an einem natürlichen...
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Schmale Verbindung genügt zur Kommunikation der Hirnhälften
Millionen von Nervenfasern verbinden unsere beiden Hirnhälften miteinander. Dabei sind unterschiedliche Teile dieser Brücke für unterschiedliche Funktionen und Hirnregionen zuständig. Wird diese Verbindung, der Corpus Callosum, durchtrennt, führt das zum sogenannten Split-Brain-Syndrom, das mit Wahrnehmungs- und...