Lexikon

Die Mutter

  • Deutscher Titel: Die Mutter
  • Original-Titel: MAT
  • Land: UdSSR
  • Jahr: 1926
  • Regie: Wsewolod Pudowkin
  • Drehbuch: Nathan Sarchi, nach Maxim Gorki
  • Kamera:
    Anatoli
    Golownja
  • Schauspieler: Wera Baranowskaja, Nikolai Batalow, Alexander Tschistjakow
Nach der Romanvorlage des russischen Schriftstellers Maxim Gorki dreht der sowjetische Filmregisseur Wsewolod Pudowkin den Stummfilm »Die Mutter«.
Der Film erzählt in der Form einer politischen Parabel die tragische Geschichte einer Arbeiterfamilie im Jahre 1905: Der labile, alkoholabhängige Vater hat sich einer revolutionsfeindlichen Organisation angeschlossen, während sein Sohn, der junge Arbeiter Pawel Wlassow, die Arbeiterbewegung unterstützt und sich mit Streiks für die revolutionären Ziele seiner Partei einsetzt. Als sich bei einem Streik einige rechtsgerichtete Provokateure unter die Arbeiter mischen, kommt es zu einem Kampf, bei dem Pawels Vater erschossen wird. Bei der sich anschließenden Durchsuchung der Wohnung der Wlassows verrät die verzweifelte Mutter Pawels Waffenversteck, da ihr ein Offizier als Gegenleistung Straffreiheit für ihren Sohn verspricht. Pawel kommt dennoch ins Gefängnis, woraufhin sich schließlich auch seine Mutter auf die Seite der Aufständischen begibt.
Anlässlich der Großkundgebungen zum 1. Mai gelingt Pawel die Flucht, und er stellt sich als Fahnenträger an die Spitze des Arbeiter-Protestmarschs. Als er niedergeschossen wird, trägt seine Mutter die Fahne weiter, bis auch sie von Soldaten zu Pferde niedergeritten zu Tode kommt.
Kritiker loben an Pudowkins Stummfilm besonders den Rhythmus seiner Bildsprache, der die Handlung klar strukturiert. Aufgrund dieser strengen formalen Gestaltung gelingt es Pudowkin, die politische Aussage Gorkis zu verstärken, ohne plakativ zu werden. »Die Mutter« ist der erste Teil einer Revolutions-Trilogie, zu der außerdem die Filme »Das Ende von St. Petersburg« (1927) und »Sturm über Asien« (1928) gehören.
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