Wahrig Herkunftswörterbuch

links
Im Volksglauben ist die linke Seite die ungünstigere Seite, die Unglück bringt oder – in Bezug auf die Hand – ungeschickter ist. Wer zwei linke Hände hat, kann im Wortsinn nichts Rechtes mit seinen Händen anfangen und ist so ungeschickt, dass ihm manuell nichts gelingt. Menschen, die einem zur Begrüßung (etwa weil sie einen Gips an der rechten Hand tragen oder diese nicht frei haben) die linke Hand geben und sagen, dass die Linke von Herzen komme, verweisen umso mehr auf die negative Bedeutung der Linken, indem sie eine vermeintlich positive Eigenschaft dieser Hand hervorheben. Das Adjektiv links stammt ursprünglich vom Wort link in der Bedeutung „ungeschickt“, das in
mhd.
Zeit ein damals noch als winster belegtes altgermanisches Wort ersetzte. Von link, das heute umgangssprachlich „verschlagen, hinterhältig“ bedeutet, ist das Wort linkisch „ungeschickt“ abgeleitet. Erklärt wird die negative Bedeutung des Wortes damit, dass für die meisten Menschen die linke ihre ungeschicktere Seite ist. Während die Römer, die sie ebenfalls als unglücksbringend ansahen, der linken Seite mit dem ursprünglich „links“ bedeutenden Wort sinister „unheilvoll, düster“ ein Denkmal setzten, gab es aber auch Kulturen, in denen die Linke einen besseren Ruf genoss: Im alten Ägypten war es gerade die linke Hand, die mehr Würde besaß als die rechte und als die „nährende Hand der Mutter“ galt.
Nervenfasern im Tumor
Wissenschaft

Nerven-Blockade gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Tumore der Bauchspeicheldrüse sind stark von Nervenfasern durchzogen. Eine Studie an Mäusen zeigt nun, dass der Krebs die Genaktivität der Nerven zu seinen Gunsten umprogrammiert. Das fördert sein Wachstum und hilft ihm dabei, dem Immunsystem zu entgehen. Zerstörten die Forschenden die Nervenverbindungen zum Tumor, wurde dieser...

Opioide, Schmerzen, Medizin
Wissenschaft

Schmerzfrei

Schmerzmedikamente sind für viele Menschen am Lebensende eine Erleichterung. Bei chronischen Krankheiten jedoch sind sie mit einer Suchtgefahr verbunden.

Der Beitrag Schmerzfrei erschien zuerst auf wissenschaft.de.

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon