Lexikon
Ethnologie
[
Völkerkunde; englisch social oder cultural anthropologygriechisch
]Völkerkunde: Artefakte
Völkerkunde: Artefakte
© wissenmedia
Die Forschungsergebnisse der Ethnologie finden ihren praktischen Bezug in der „angewandten Ethnologie“, die früher z. B. von Missionsgesellschaften und Kolonialherren genutzt wurden, heute vorwiegend dem Schutz von Minderheiten und dem Erhalt ihrer Kultur dienen.
Die Ethnologie ist erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts eine selbständige Wissenschaft geworden. Sie stand zunächst unter dem Eindruck des naturwissenschaftlichen Entwicklungsgedankens (Evolutionismus). Die geographische Ausrichtung wurde von F. Ratzel mit der Betonung der Wanderungen und Kulturübertragungen geprägt. Der Einfluss der Geschichtsforschung bestimmte die Lehre vom Kulturkreis (mit der Kulturmorphologie) und der darauf aufbauenden kulturhistorischen Ethnologie (Wiener Schule). Die innere Abhängigkeit der Elemente einer Kultur betont der Funktionalismus ebenso wie die Strukturlehre F. Krauses sowie R. Benedicts Lehre von den Kulturstilen (patterns of culture). Neuere Forschungsrichtungen nahmen ihren Ausgang von C. Levi-Strauss, der mit den Mitteln des Strukturalismus die Motive für gesellschaftliche Veränderungen untersuchte. In den Vordergrund heutiger Studien sind die Fragen ethnischer Identität, der Prozess des Kulturwandels und der Kulturbeeinflussung beim Zusammentreffen verschiedenartiger Kulturen (Akkulturation) getreten.
Wissenschaft
Müssen wir das Fliegen aufgeben?
Im Dezember 2022 hat die Europäische Kommission einem Gesetzentwurf des französischen Parlaments zugestimmt, der alle Kurzstreckenflüge in unserem Nachbarland verbietet, für die es eine alternative Zugverbindung mit einer Fahrzeit von weniger als zweieinhalb Stunden gibt. Viele der betroffenen Flugverbindungen sind vermutlich...
Wissenschaft
Lichtkrümmung als Sternenwaage
Erstmals wurde die Masse eines isolierten Weißen Zwergs gemessen – anhand der Deformation seiner Raumzeit ringsum.
Der Beitrag Lichtkrümmung als Sternenwaage erschien zuerst auf wissenschaft.de.